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23.01.2001

16:00 Uhr

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Wall Street und Nasdaq eröffnen freundlich

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Kursgewinne bei Openwave und Computer Associates beflügeln den Softwaresektor und trieben den Nasdaq Index in die Gewinnzone. Anleger lassen sich zumindest auf diesem Sektor die Laune von den nüchternen Quartalszahlen von Texas Instruments und Vitesse nicht verderben.

NEW YORK. Der Dow Jones Index profitiert von Kursgewinne bei IBM, Boeing und General Electric. J.P. Morgan, Microsoft und Walt Disney kosten das Börsenbarometer dagegen einen Teil der Punkte. Johnson & Johnson und Merck notiert in den ersten Handelsminuten schwächer. Obwohl beide Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten im vierten Quartal übertreffen konnten, scheinen Anleger nicht zufrieden zu sein. Johnson & Johnson wird heute seine Quartalszahlen melden.



Texas Instruments

notiert zur Stunde rund sieben Prozent in der Verlustzone. Der Chiphersteller erwirtschaftete im vergangenen Quartal mit einem Gewinn von 33 Cents zwei Cents weniger Gewinn, als die Analysten erwartet hatten. Auch für das laufende Geschäftsjahr sehen die Aussichten nicht allzu rosig aus. Der Umsatz werde in diesem Zeitraum um zehn Prozent sinken, erwartet das Management. Der Chiphersteller, der etwa zwei Drittel aller Mobiltelefone mit Chips ausstattet, leide nicht nur unter der schleppenden Nachfrage nach Mobiltelefonen, sondern auch unter hohen Lagerbeständen.



Konkurrent Vitesse dagegen ergeht es besser. Die Aktie notiert mit rund zwei Prozent im Plus. Der Hersteller von Chips für den Glasfaserbereich konnte die Analystenerwartungen zwar mit einem Gewinn von 25 Cents um einen Cent übertreffen, doch enttäuschte der Umsatz die Analysten. Die Analysten von Goldman Sachs greifen der Aktie unter die Arme und bestätigen sie auf "Market Outperformer". Sie halten an ihren Gewinnererwartungen fest, senkte aber das Umsatzziel von 815 Millionen Dollar auf 797 Millionen Dollar. Zwei Softwarehersteller, die erfreuliche Ergebnisse gemeldet haben, könnten dem Sektor heute Impulse geben. Computer Associates International notiert rund sechs Prozent in der Gewinnzone. Das Unternehmen kann für das dritte Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten um zwei Cents übertreffen. Ohne Ausgaben fuhr das Unternehmen einen Profit von 42 Cents pro Aktie ein.



Eine freudige Überraschung hatte Openwave Systems für die Anleger bereit. Der Hersteller von Kommunikationssoftware für Mobiltelefone konnte seinen Umsatz verdreifachen. Das Unternehmen fuhr einen Gewinn von neun Cents pro Aktie ein. Die Wall Street hatte lediglich mit einem Verlust von drei Cents gerechnet. Vorbörslich geht es kräftig nach oben. Die Credit Suisse heizt dem Unternehmen weiter ein und empfiehlt zum "aggressiv kaufen".



Auch EMC, ein Anbieter von Speicherlösungen, meldet am Dienstagmorgen gute Zahlen, verliert aber dennoch an Wert. Das Unternehmen hat im vierten Quartal den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 49 Prozent gesteigert. Mit 25 Cents pro Aktie wurden die durchschnittlichen Ertragsschätzungen um zwei Cents pro Aktie übertroffen. Der Umsatz im Bereich Datenspeichersysteme wurde um 50 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar gesteigert. Damit erzielt EMC im Jahr 2000 einen Gesamtumsatz in Höhe von 8,87 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 32 Prozent. Der Gewinn wurde mit 1,78 Milliarden Dollar um 51 Prozent verbessert.



Auch heute melden wieder zahlreiche Unternehmen ihre Quartalsergebnisse. Gespannt sein dürfen Anleger heute auf die Geschäftszahlen von Braodcom, Compaq, Johnson & Johnson, LSI, Siebel und Nextel.

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