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26.01.2001

11:23 Uhr

Warnung vor zu starkem Euro

Euro nach Ansicht von WEF-Experten auf dem Vormarsch

Der Euro ist nach einhelliger Ansicht von Bankern und Wirtschaftsexperten auf dem Vormarsch. Ottmar Issing, Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) und Bundesbankpräsident Ernst Welteke ließen am Freitag beim Weltwirtschaftsforum in Davos keinen Zweifel an ihrem Vertrauen in einen starken Euro.

dpa DAVOS. Nobelpreis-Gewinner und Wirtschaftsprofessor Robert Mundell von der amerikanischen Columbia-Universität warnte allerdings vor einem zu starken Euro. Ein Kurs von zwischen 95 Cents und 105 Cent sei langfristig am besten.

Drei Viertel der rund 200 Teilnehmer an der Podiumsdiskussion, überwiegend Unternehmer aus dem USA und Europa, zeigten sich in einer Kurzumfrage überzeugt, dass der Euro demnächst teurer wird als der Dollar.

Issing verwies darauf, dass der Außenwert des Euro nicht an oberster Stelle der Prioritäten der EZB stehe. "Unsere Aufgabe ist es, Preisstabilität herzustellen. Die langristigen Zinsen sind niedrig geblieben. Die Märkt vertrauen uns also. Deshalb war der Euro bislang ein außergewöhnlicher Erfolg", sagte Issing. Vor dem Hintergrund hoher Energiepreise, des starken Dollars und der schlechten Presse könne die EZB mit diesem Erfolg gut leben.

Die einheitliche Währung werde auch die politische Integration in Europa voranbringen. "Eine einheitliche Regierung wird auf die einheitliche Währung folgen", sagte Welteke.

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