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25.07.2000

17:48 Uhr

ots MÜNCHEN. Der Internet-Zugang über den Fernseher ist beim deutschen Konsumenten gegenwärtig nicht gefragt. Wie das IT-Fachhandelsmagazin "ComputerPartner" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, geht der Verkauf von Internet-Zugangsgeräten, sogenannten Web-Boxen, nur sehr schleppend voran. Das ergab eine Recherche der Zeitschrift bei Media Märkten und Kaufhof-Filialen, die die Produkte des führenden Herstellers für Webboxen, der Hildesheimer Metabox AG , im Angebot haben. Einstimmiges Resultat: Die Webboxen lagern wie Blei in den Regalen. Auch um andere Hersteller wie Philips, Loewe oder Grundig ist es eher still geworden.

Konsumenten bevorzugen im allgemeinen andere Zugangswege ins Internet, neben klassischen PCs sind es WAP-Handys, Organizer und web-fähige Telefone. Der Fernseher wird laut der Zeitschrift eher als Medium für den passiven Konsum wahrgenommen. Die Gründe für die Zurückhaltung der Verbraucher liegen neben den hohen Anschaffungspreisen in der Tatsache, dass neben dem Anschluss an das Gerät noch eine Verbindung an das Telefonnetz benötigt wird, um die TV-Web-Konvergenz wirklich nutzen zu können. Zumeist ist aber die Telefonbuchse nicht in der Nähe des Fernsehers lokalisiert. Das Ergebnis: Kabelsalat in der Wohnung.

Damit bleibt das im TV-Kabel steckende Potential weiterhin vollkommen ungenutzt: Denn über die bisher brachliegende Infrastruktur lässt sich ein zigfaches an ISDN-Bandbreite übertragen. Das dazu benötigte Kabelmodem wird aber heutzutage fast ausschließlich über den Computer benutzt, insofern scheiden hier die Nicht-PC-Besitzer als Zielgruppe vollkommen aus, so die Zeitschrift.

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