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16.03.2004

14:09 Uhr

Wechsel zu CSC zahlt sich aus

Vom Knecht zum Siegfahrer

VonStefan Gertmann

Einst arbeitete er für den Erfolg von Jan Ullrich. Nun gewann Radprofi Jörg Jaksche selbst den Klassiker Paris-Nizza.

Bei Paris-Nizza oben auf: Jörg Jaksche. Foto: dpa

Bei Paris-Nizza oben auf: Jörg Jaksche. Foto: dpa

FRANKFURT/M. Als Jörg Jaksche auf der Promenade des Anglais in Nizza zum achten und letzten Mal ins Gelbe Trikot schlüpfte, empfand er "eine Befreiung". Die Knechtschaft lag hinter dem Franken, der in der Vergangenheit für Jan Ullrich und Joseba Beloki geschuftet hatte. Jetzt war der 27-jährige Ansbacher endlich selbst Siegfahrer. Innerhalb von vier Wochen hatte er zwei Etappenrennen gewonnen, nach der Mittelmeer-Rundfahrt nun die klassische Frühlingsfahrt Paris - Nizza. "Ich habe eine neue Ebene erreicht", sagte der ehemalige Domestike im Team Telekom und in der spanischen Mannschaft Once. "Der Sieg ist ein wichtiger Schritt in meiner Karriere."

Entscheidend für den bisher bedeutendsten Erfolg war der Wechsel vor dieser Saison in die dänische Mannschaft CSC von Bjarne Riis. Riis besitzt die Gabe, Fahrern, die in ihrer Laufbahn trotz besten Alters stagnieren, einen neuen Schub zu geben, wie schon Laurent Jalabert oder Tyler Hamilton. Gleich ein halbes Dutzend dieser erfahrenen, aber auf der Stelle tretenden Profis hat Riis für 2004 ins Team geholt: die Italiener Michele Bartoli, Ivan Basso, Fabrizio Guidi, den US-Amerikaner Bobby Julich (Dritter in Nizza) und die beiden Deutschen Jens Voigt (Vierter in Nizza) und Jörg Jaksche. "Geballte Erfahrung" nennt Jaksche die Stärke des Teams.

Von der Sonne flog Jaksche in den Schnee nach Kitzbühel, wo er seinen Wohnsitz hat. Das Rad stellt er erst einmal in die Ecke und wird zwei Tage Ski fahren. "Bei Once hätte mir mein alter Teamchef Manolo Saiz dafür den Kopf abgerissen", sagt Jaksche. Noch etwas Neues also im Leben des Radprofis.

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