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10.01.2001

15:34 Uhr

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Weg für Umbau an Konzernspitze von Thyssen-Krupp frei

Der Aufsichtsratschef der Thyssen-Krupp AG, Heinz Kriwet, hat den Weg für einen personellen Umbau an der Konzernspitze freigemacht. Am Mittwoch erklärte er dem Kontrollgremium seine Bereitschaft, nach Klärung einer Reihe von Fragen den Posten des Vorsitzenden zu gegebener Zeit zur Verfügung zu stellen.

dpa DÜSSELDORF. Damit wolle er die Wahl von Gerhard Cromme zu seinem Nachfolger ermöglichen und gleichzeitig Ekkehard Schulz zum alleinigen Vorstandschef des Unternehmens bestätigen.

Seit der Fusion der beiden Traditionskonzerne vor gut zwei Jahren führen Cromme und Schulz den Stahl- und Investitionsgüterkonzern in einer Doppelspitze. Von Aktienanalysten und Experten wurde dem Unternehmen immer wieder vorgeworfen, dass es sich durch diese Tandemlösung selbst blockiere. Diese Vorwürfe wies Kriwet im Aufsichtsrat indirekt zurück indem er betonte, dass es für seinen Rückzug weder eine sachliche noch eine in den Personen (Vorstand, Aufsichtsratsvorsitz, Doppelspitze) liegende Notwendigkeit gebe.



Konzept soll Anfang März stehen

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, soll bis zur Hauptversammlung am 2. März 2000 Einvernehmen über das zu realisierende Konzept herbeigeführt werden. Keine weiteren Angaben machte ThyssenKrupp zu den noch offenen Punkten, die Kriwet vor seinem Rücktritt gelöst haben will. Dabei dürfte es vor allem um die Frage gehen, wer aus dem Kontrollgremium auf der Anteilseignerseite für Cromme Platz macht und im Vorstand die Sparte Automotive führt. Als unklar gilt darüber hinaus, ob es im Thyssen-Krupp-Vorstand dann bei acht Mitgliedern bleibt oder die Führungsebene weiter verkleinert wird. So gibt es derzeit drei Finanzvorstände in dem Unternehmen.

Der Aufsichtsrat hat auf seiner Sitzung, in der es offiziell um des Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 1999/2000 (30. September) ging, außerdem der Ausgabe von Belegschaftsaktien zugestimmt. Noch in diesem Jahr beabsichtige der Vorstand, den rund 107 000 Mitarabeitern in Deutschland solche Anteilsscheine anzubieten. Dabei könne jeder Mitarbeiter Thyssen-Krupp-Anteile im Gesamtwert von bis zu 600 DM erwerben. Das Unternehmen werde die Belegschaftsaktien über den Rückkauf von eigenen Aktien finanzieren abwickeln.

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