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13.03.2003

09:38 Uhr

Wegen nordkoreanischer Raketentests

Tokio entsendet Zerstörer ins Japanische Meer

Die japanische Regierung hat nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest einen Zerstörer ins Japanische Meer entsandt. Wie die Nachrichtenagentur Jiji am Donnerstag weiter berichtete, soll das Schiff mögliche nordkoreanische Vorbereitungen für einen weitere solchen Test beobachten.

HB/dpa TOKIO/WASHINGTON. Die USA kündigten am Mittwoch an, sie würden ihre Spionageflüge vor der nordkoreanischen Küste wieder aufnehmen. Einen Termin nannte das Verteidigungsministerium in Washington nach Angaben des US- Nachrichtensenders CNN jedoch nicht. Anfang März hatten sich nordkoreanische Kampfjets einem US-Spionageflugzeug gefährlich genähert, um es zur Landung in dem kommunistischen Land zu zwingen.

Der japanische Regierungssprecher Yasuo Fukuda widersprach unterdessen Zeitungsberichten, dass es Anzeichen für einen neuen bevorstehenden Raketentest gebe. Zwei japanische Zeitungen berichteten am Donnerstag, dass Nordkorea möglicherweise eine ballistische Rakete vom Typ Rodong abfeuern könnte, die fast alle Teile Japans erreichen könnte. Wie "Yomiuri Shimbun" schrieb, seien die Informationen, die vor allem auf Satellitenbeobachtung beruhten, der Regierung in Tokio vom Hauptquartier der US-Streitkräfte in Japan am Freitag übermittelt worden. In der Zeitung "Mainchi Shimbun" hieß es, Nordkorea habe Treibstoff zu den Raketen gebracht. Ob jedoch bereits ein oder mehrere Rodong-Flugkörper betankt worden seien, sei unklar, hieß es in der Zeitung "Yomiuri Shimbun".

Am Montag hatte Nordkorea eine Boden-Schiff-Rakete abgefeuert. Am 24. Februar hatte das kommunistische Land eine Kurzstreckenrakete getestet. Einen Tag später leistete der neue südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun seinen Amtseid.

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