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12.02.2002

08:41 Uhr

Weiter starke Nachfrage nach Telekomwerten erwartet

Händler sehen Dax weiter im Aufwind

Händler rechnen am Dienstagmorgen mit weiter anziehenden Kursen am deutschen Aktienmarkt. "Die US-Vorgaben sind deutlich, die asiatischen Börsen bestätigen das positive Bild - und der Markt hier überreagiert immer nach beiden Seiten", sagte ein Händler.

vwd/rtr FRANKFURT. Die Marke von 5 000 Punkten könne gestreift werden. Sie wirke aber wie ein Deckel, und es sei fraglich, ob der Dax über dieser Marke schließen könne. Im Schnitt rechnen Händler mit einem Dax-Endstand von 4 986 Punkten. Unterstützung erhalte der Markt dabei unter anderem von der leichten Erholung der US-Börsen nach dem deutschen Handelsende am Montag. Insgesamt rechneten die Börsianer aber angesichts des närrischen Treibens in Deutschland erneut mit einem ruhigen Geschäft bei geringen Umsätzen.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 08.35 Uhr mit 4 956 Punkten, nach einem Schluss von 4940,00 Zählern am Montag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 4 960 Punkten und die Deutsche Bank ebenfalls bei 4 960 Stellen. Am Neuen Markt rechnen die drei Institute mit einer gut behaupteten Eröffnung des Auswahlindexes Nemax 50, nach einem Schluss am Montag von 1 086,51 Zählern.

Die starke Nachfrage nach Telekomwerten von Montag sollte sich nach Angaben von Marktteilnehmern fortsetzen. Trotz der Untersuchungen von Global Crossing und Q-West habe sich eine sehr gute Stimmung für diesen Sektor auch an den US-Börsen duchgesetzt, hieß es.

Im Mittelpunkt des Interesses stünden aber auch Infineon, die nach Informationen des Handelsblatts eine umfassende Kooperation mit Hynix planen. Es gehe nicht mehr nur um eine Allianz bei Speicherchips, sondern auch um eine Zusammenarbeit in anderen Bereichen. Die Aktien stiegen im vorbörslichen Geschäft des Handelshauses Lang & Schwarz um 1,5 %.

Berichte, denen zufolge Siemens für die Mobilfunktochter ICM mittelfristig eine Partnerschaft ausschließt, werden von Händlern als belastend für die Siemens-Aktie eingeschätzt. Die Aussagen seien eher enttäuschend: Analysten hätten darauf gehofft, dass durch eine Partnerschaft zum Beispiel mit Samsung die Kosten reduziert werden.

Im MDax stünden erneut die Aktien der TV-Senderkette ProSiebenSat.1 im Rampenlicht, hieß es weiter. Dass die Hypo-Vereinsbank für den 40-prozentigen Anteil von Kirch an Springer 1 Mrd Euro bietet, wird von Händlern als "Thema des Tages" eingeschätzt. Ein Händler rechnet jedoch nicht mit einem größeren Einfluss auf den Kurs der Hypo-Vereinsbank; ein weiterer Marktteilnehmer hält die Nachricht für leicht positiv. Das Ausfallsrisiko bei Springer sei sicher geringer als bei den Kirch-Krediten. Auch sei bisher unklar, was mit dem Aktienpaket geschehen werde.

Am Neuen Markt richtet sich das Interesse Marktteilnehmern zufolge auf Intershop. Der Software-Hersteller wollte im Tagesverlauf seine vorläufigen Geschäftszahlen für 2001 bekannt geben.

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