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20.06.2000

15:40 Uhr

dpa-afx HAMBURG. Das Privatbankhaus MM Warburg hat die Aktien der E.ON AG zum Kauf empfohlen. Als Kursziel nannte der Analyst Stephan Wulf am Dienstag 68 Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Experte bei einem Umsatz von 67,369 Mrd. Euro mit einem Gewinn je Aktie von 4,08 Euro. Im folgenden Jahr werde der Umsatz auf 69,057 Mrd. steigen und einen Gewinn von 3,68 Euro abwerfen, prognostizierte er.

Durch die Fusion von Veba und Viag sei ein Konzern mit den Kernaktivitäten Versorgung und Chemie entstanden. "Seit der Liberalisierung des Strommarktes hat sich im Kampf um Marktanteile ein Wettbewerb etabliert." Mit einem Absatz von 188,4 Terawattstunden sei der Konzern im vergangenen Jahr zweitgrößter deutscher Stromversorger nach RWE/VEW gewesen. Im europäischen Vergleich liege E.ON damit auf Rang vier.

"Durch die Intergration von Degussa-Hüls und SKW Trostberg entsteht die weltweit größte Spezialchemiegruppe, die in zahlreichen Geschäftsfeldern die Weltmarktführerschaft hält", beschrieb Wulf das zweite Standbein des Konzerns. Weitere Geschäftssparten mit einem Umsatz von insgesamt 5,0 Mrd. Euro sollen abgestoßen werden.

Wulf rechnet mit weiteren Fusionen in der Branche, zum Beispiel mit der französischen Suez Lyonnaise des Eaux. "Allerdings rechnen wir nicht damit, dass eine Vollfusion der gesamten Konglomerate bevorsteht." Vielmehr rechne er mit einem Zusammenschluss mit Teilen des französischen Versorgers. So könnte die Beteiligung von Suez an der belgischen Electrabel mit dem Elektrizitätsgeschäft der E.ON verschmolzen werden.

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