Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.02.2002

06:00 Uhr

Welche Bank- und Versicherungstitel Analysten empfehlen

Finanztitel nach Wahl

Wer sich in Europa nach Bankaktien umschaut, sollte nach Meinung von Metehan Sen bei BNP Paribas zugreifen. Die französische Großbank arbeite sehr rentabel, meint der Analyst von Sal. Oppenheim.

fw DÜSSELDORF. Zudem habe sie auf dem Heimatmarkt in den einzelnen Bereichen des Privatkundengeschäfts Anteile von rund zehn Prozent, die Deutsche Bank bei sich zu Hause dagegen nur fünf bis acht Prozent. Sen sieht zudem noch Fusionsphantasie. Er rechnet damit, dass Société Générale und BNP Paribas sich zusammenschließen werden, außerdem Crédit Lyonnais und Crédit Agricole.

Auch Vasco Moreno von Fox-Pitt, Kelton, hat eine gute Meinung von BNP Paribas. Die Fusion - 1999 gingen BNP und Paribas zusammen - komme besser voran als erwartet. Der Konzern habe sein Geschäft durch Übernahmen, unter anderem in den USA, abgerundet. "Die haben jetzt alles, was sie brauchen", meint Moreno, daher seien Risiken aus neuen Übernahmen nicht zu befürchten. Auch die Konzentration auf das Privatkundengeschäft begrenzt die Risiken. Dazu kommt die recht günstige Konjunktur in Frankreich.

Moreno nennt als weitere Favoriten die schweizerischen Werte UBS und Credit Suisse. Für Credit Suisse gibt es auch eine Kaufempfehlung der WestLB. Diese Aktie ist für Anleger interessant, die auf eine Erholung in den USA setzen, denn die Schweizer sind dort stark vertreten, auch im Investment-Banking. Nach Meinung von Analyst Georg Kanders ist der Konzern, zu dem die Winterthur-Versicherungen gehören, durch Schwierigkeiten beim Konkurrenten Swiss Life zu sehr unter Druck geraten. Doch habe Winterthur in der Kapitalanlage die Aktienquote früher zurückgefahren und sei daher von der Börsenschwäche weniger betroffen als Swiss Life.

Merrill Lynch empfiehlt die US-Versicherungsgruppe AIG als "starken Kauf". Sie ist an der Börse über 200 Milliarden Dollar wert und hochprofitabel, hat allerdings unter den Terrorattacken und dem Zusammenbruch des US-Konzerns Enron gelitten.

Wer von den steigenden Prämien der Schaden- und Unfallversicherer profitieren möchte, zugleich aber Angst vor neuen Großschäden hat, kann auf einen Versicherungsmakler setzen. J.P. Morgan und Salomon Smith Barney empfehlen den US-Makler Willis Group. Doch Vorsicht: Das Maklergeschäft ist sehr zyklisch.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×