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20.07.2000

20:34 Uhr

Reuters GENF. Die Vereinten Nationen (UNO) haben die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industriestaaten (G-8) vor deren Gipfeltreffen in Japan aufgefordert, mehr Mittel für den Kampf gegen AIDS bereitzustellen. Allein für die südlich der Sahara gelegenen Staaten Afrikas seien pro Jahr mindestens drei Mrd. $ (mehr als sechs Mrd. DM) nötig, sagte der Chef des AIDS-Programmes der UNO (UNAIDS), Peter Piot, am Donnerstag in Genf. Allerdings stünde UNAIDS nur ein Zehntel der benötigten Summe zur Verfügung, um die Krankheit zurückzudrängen. Weltweit sind mehr als 34 Mill. Menschen mit dem HI-Virus infiziert, das die tödliche Immunschwächekrankheit auslösen kann.

Rund 95 % der HIV-infizierten Menschen leben in Entwicklungsländern, die meisten von ihnen südlich der Sahara. Die reichen Länder könnten die Geschichte der Epidemie umschreiben, wenn sie entschlossen gegen AIDS kämpften und mehr Mittel bereitstellten, sagte Piot. Eine UNAIDS-Sprecherin sagte, ihre Organisation dränge die G-8-Staaten, weitere Programme zum Schuldenerlass aufzulegen und mehr Geld in Anti-AIDS-Programme zu stecken. Vor einem Jahr hatten die G-7-Staaten einen Schuldenerlass für die 40 ärmsten Länder der Welt bis Jahresende in Höhe von 100 Mrd. $ beschlossen. Allerdings wurde bislang nur ein geringer Teil der Schulden tatsächlich erlassen. Die G-7-Staaten USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien kommen am Freitag gemeinsam mit Russland auf der Insel Okinawa zu einem dreitägigen Gipfeltreffen der G-8 zusammen.

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