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12.02.2002

11:07 Uhr

Wenig Impulse auf dem Arbeitsmarkt

Niedersachsen: Trotz Schulden wird in die Wirtschaft investiert

Das niedersächsische Finanzministerium stellt zufrieden fest: "Seit Mitte der neunziger Jahre schließt das Land seine Haushalte nicht mit Defiziten, sondern mit Überschüssen ab."

dpa HANNOVER. Damit ist jedoch noch lange nichts über den Schuldenstand gesagt. Niedersachsen steht derzeit mit rund 35,8 Mrd. Euro (rund 70 Mrd. DM) in der Kreide - 2,7 Mrd. Euro mehr als noch Ende 1998.

Während die Schulden stiegen, hat sich auf dem Arbeitsmarkt indes trotz der Weltausstellung in Hannover wenig bewegt. Im Dezember 2001 waren landesweit 358 400 Menschen ohne Arbeit. Im Dezember 1999 waren es 13 400 weniger. Und jetzt kommt noch die schwache Wirtschaft hinzu.

Um auf dem Arbeitsmarkt gezielt Impulse zu setzen, zieht die Landesregierung geplante Investitionen zeitlich auf die Jahre 2002 und 2003 vor und stößt Investitionen in Höhe von 1,12 Mrd. Euro an, sagt Wirtschaftsministerin Susanne Knorre (parteilos). Diese sollen die Infrastruktur wie Straßen- und Schienenbau und in mittelständische Unternehmen fließen.

Zukunft im Mittelstand

Künftig werde das Land mehr Arbeitende und nicht nur Arbeitslose fördern, betont Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD). Dazu seien Förderprogramme weiter entwickelt und enger verzahnt worden. Besonders Frauen, Jugendliche und Mittelständler würden für die Nachfrage von Unternehmen gezielt gefördert.

Die Zukunft des Wirtschaftserfolges in Niedersachsen liegt nach Ansicht der Unternehmerverbände Niedersachsen (UNV) im Mittelstand. "Rund 99 % der Unternehmen in Niedersachsen sind kleine und mittlere Betriebe", sagt Verbandsgeschäftsführer Volker Müller. Diese 244 000 Betriebe müssten durch Investitionen gestärkt statt mit zusätzlichen Steuern belastet werden.

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