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14.01.2003

14:01 Uhr

HB/dpa FRANKFURT. Im zweiten Halbjahr 2002 stieg die Zahl der Aktionäre im Vergleich zur ersten Jahreshälfte um 12,8 Prozent auf 5,3 Millionen. Das entspreche 8,3 Prozent der Bundesbürger über 14 Jahre, teilte das Deutsche Aktieninstitut (DAI) am Dienstag in Frankfurt mit. Dagegen sank die Zahl der Besitzer von Aktien- und gemischten Fonds um 6 Prozent auf 8,4 Millionen.

Damit blieb die Gesamtzahl der direkten und indirekten Aktienanleger nahezu unverändert bei 11,5 Millionen, das entspricht 17,9 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre. Diese Stabilisierung war jedoch nur in den alten Bundesländern zu beobachten. In Ostdeutschland setzte sich die Flucht aus der Aktie dagegen fort. Mit 1,4 Millionen Anlegern lag der Rückgang bei 14 Prozent. Den vorläufigen Höhepunkt hatte die Anlegerzahl im 1. Halbjahr 2001 erreicht als mehr als jeder fünfte Bundesbürger entweder Aktien oder Aktienfonds besaß.

Das DAI warnte dennoch vor übertriebenen Optimismus. Aus den Ergebnissen dürfe man nicht den Schluss ziehen, die Vertrauenskrise am Kapitalmarkt sei überwunden. Schwierig ist die Interpretation der gegenläufigen Entwicklung bei Aktien- und Fondsbesitzer.

"Offensichtlich haben manche Direktaktionäre die Tiefstände der Kurse im 2. Halbjahr als Gelegenheit zum Wieder- oder Neueinstieg in ein Aktienengagement genutzt", kommentierte das Frankfurter Institut die gewachsene Aktionärsbasis. Dagegen wird der Ausstieg der Anleger aus Fonds mit den Verlusten bei reinen Aktienfonds begründet. Diesen kehrten Investoren eher den Rücken als den gemischten Fonds, die auch Anleihen- oder Geldmarktanteile im Portfolio haben. Tatsächlich hatten Sparer im vergangenen Jahr massive Vermögensumschichtungen zu Gunsten von reinen Immobilien- und Geldmarktfonds vorgenommen.

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