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02.04.2003

09:53 Uhr

Weniger Jugendliche begannen eine Ausbildung

Alle Branchen bilden weniger aus

Im vergangenen Jahr haben fast sieben Prozent weniger Jugendliche eine Ausbildung begonnen als 2001.

Reuters WIESBADEN. Insgesamt hätten 568 000 Jugendliche weniger als 2001 einen Ausbildungsvertrag im Rahmen des dualen Systems abgeschlossen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Gleichzeitig hätten aber im vergangenen Jahr mehr Schüler die allgemein bildenden Schulen verlassen, wobei mehr Jugendliche berufsvorbereitende Ausbildungsgänge oder ein Studium aufnahmen. Insgesamt befanden sich den Angaben zufolge zum Jahresende 2002 mit rund 1,62 Millionen Jugendlichen 3,7 Prozent weniger in einer Ausbildung als 2001.

Der Rückgang bei den Ausbildungsverträgen fiel in Ost- und Westdeutschland annähernd gleich stark aus und betraf alle Bundesländer. "Allerdings wird in Ostdeutschland nahezu jeder vierte Ausbildungsanfänger außerbetrieblich ausgebildet", erklärte das Statistikamt. Den stärksten Rückgang gab es zufolge in Sachsen mit 9,2 Prozent, den geringsten in Schleswig-Holsten mit einem Minus von 2,6 Prozent.

Weniger neue Ausbildungsverträge in fast allen Bereichen

Insgesamt stellten alle wichtigen Wirtschaftsbereiche - außer der Landwirtschaft - weniger neue Auszubildende ein. Dabei war der Rückgang der Ausbildungsverträge im größten Ausbildungsbereich Industrie und Handel mit acht Prozent am stärksten. Im zweitgrößten Ausbildungsbereich Handwerk begannen 7,2 Prozent weniger junge Menschen eine Ausbildung. Der öffentliche Dienst schloss 3,6 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge ab.

Die Zahl der jungen Frauen, die eine Ausbildung begannen, ging den Angaben zufolge etwas stärker zurück als die der jungen Männer. Damit verminderte sich der Anteil der Frauen an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen um 0,2 Prozentpunkte auf 42,9 Prozent. "Dabei ist zu berücksichtigen, dass Frauen häufiger als Männer eine rein schulische Berufsausbildung, zum Beispiel in Sozial- und Gesundheitsberufen, durchlaufen", erläuterte das Statistikamt.

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