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10.01.2003

10:06 Uhr

Weniger Pauschalen

Post will bei Agenturen sparen

Die Deutsche Post AG will den Betreibern der rund 7 500 Postagenturen in Deutschland neue Verträge anbieten und damit Einsparungen erzielen. Die neuen Verträge sollten sich bei der Vergütung für die Filialisten stärker an der Wertschöpfung orientieren und weniger auf pauschale Leistungen setzen, sagte Post-Sprecher Jürgen Blohm am Freitag in Bonn. "Wir müssen umdenken." So könne etwa der Vertrieb von Produkten der Postbank gestärkt werden.

Reuters DÜSSELDORF. Durch die neuen Verträge sollten für die Post Kosten reduziert werden, die er aber noch nicht beziffern könne, sagte der Sprecher. Einige Agenturen könnten mit den Verträgen mehr Umsätze erzielen, andere würden weniger einnehmen. Ziel sei es, dass bis Mitte des Jahres alle Agenturen neue Verträge erhielten. Die alten Verträge würden bereits gekündigt. Wollen die Filialbetreiber die neuen Konditionen nicht akzeptieren, behält sich die Post auch vor, die Zusammenarbeit zu beenden: "Beide Seiten können Verträge kündigen", betonte der Sprecher.

"Bei den meisten Agenturunternehmen läuft der neue Vertrag auf eine Verringerung der Vergütung zwischen 25 und 35 % hinaus", hatte der Vorsitzende des Verbandes der Postagenturunternehmer Deutschlands, Torsten Modery, der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) gesagt. Die Post-Agenturen sind Verkaufsstellen, die von privaten Geschäftsleuten nebenbei in Supermärkten, Reisebüros oder Lotto-Annahmestellen geführt werden. Die Post unterhält bundesweit rund 13 000 Filialen, etwa 7 500 davon entfallen auf die Agenturen mit rund 21 000 Beschäftigten, die nicht zur Post gehören. Das Unternehmen versucht seit Jahren, das Filialnetz besser auszulasten. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet Filialschließungen. Die Post muss zum Ausgleich für ihr Briefmonopol bundesweit 12 000 Filialen betreiben.

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