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28.01.2001

14:33 Uhr

Werksschließungen stehen bevor

Daimler-Chrysler: Schrempp kündigte Verluste an

Die amerikanische Automarke Chrysler des Daimler-Chrysler-Konzerns wird nach den Worten von Vorstandschef Jürgen Schrempp im Jahr 2001 Verluste machen. Zur Sanierung des Unternehmens in Auburn Hills werde über Personalabbau und Werksschließungen nachgedacht, sagte Schrempp in einem am Samstag veröffentlichten Interview der "Stuttgarter Zeitung".

dpa-afx STUTTGART. "Dass wir auch unsere Kapazitäten anpassen werden, ist logisch." Schrempp bestritt, dass der Aufsichtsrat und Großaktionäre ihn bei der Sanierung von Chrysler unter Zeitdruck setze. Daimler-Chrysler will Einzelheiten der Sanierung bei der Bilanzvorlage am 26. Februar in Stuttgart nennen.

Der Sanierungsplan sehe die Schließung von mindestens vier Fabriken in den USA, in Kanada, Mexiko und Brasilien und den Abbau von 21 000 Arbeitsplätzen vor, berichtet "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Das hatte zuvor auch das "Wall Street Journal" gemeldet (Originalbericht).

Ob der deutsch-amerikanische Autokonzern in drei Jahren die Mehrheit beim japanischen Autobauer Mitsubishi übernehmen werde, sei noch offen, sagte Schrempp der "Stuttgarter Zeitung" weiter. Zur Zeit hält der Konzern eine Beteiligung von 34 %. Bei einer Entscheidung werde die Schuldensituation eine wichtige Rolle spielen.

Chrysler soll künftig mit dem japanischen Konzern Mitsubishi gemeinsame Plattformen nutzen, um so Milliarden. zu sparen, berichtete "Der Spiegel". Mitsubishi solle die Modelle der Kompaktklasse entwickeln, deren Chrysler-Variante sich dann vor allem durch ein eigenes Design unterscheide. Die nächste Generation der Mittelklasse werde dagegen in den USA entwickelt und von den Japanern übernommen.

Chrysler hat nach früheren Angaben im Jahr 2000 nur noch ein Betriebsergebnis von etwa 500 Mill. Euro erreicht - nach 5,2 Mrd. Euro im Vorjahr. Im vierten Quartal dürfte Chrysler einen Verlust von 1,4 Mrd. Euro geschrieben haben.

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