Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.01.2003

08:09 Uhr

Wertentwicklungensanalyse der Aktienfonds für amerikanische Nebenwerte

Hauck & Aufhäuser setzt auf interne Informationen

Aktien kaufen und verkaufen wie die Insider: Das ist das Konzept von Fondsberater Volker Dietrich, der für den H & A Lux VCH Insight von der Hauck & Aufhäuser Investmentgesellschaft verantwortlich zeichnet.

HB/vwd FRANKFURT/M. Im Fokus des Anlagekonzeptes steht die Analyse von Aktienkäufen und-verkäufen, die Vorstände und leitende Angestellte amerikanischer Unternehmen auf Basis interner Firmenkenntnisse tätigen. Ein erfolgreiches Konzept, wie die Jahresbilanz 2002 der Aktienfonds für US-Nebenwerte zeigt. Das Produkt führt die Konkurrenz mit einem Wertentwicklungsverlust von 12,37 % an.

Alle Insidergeschäfte von Vorstandsmitgliedern müssten, sagt Dietrich, seit Mitte 2002 innerhalb von zwei Tagen bei der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlicht werden. Dank des Internets sei es möglich, diese Transaktionen wenige Stunden nach der Veröffentlichung im Fonds nachzuvollziehen. Mit dieser Methode konnte der Manager nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr vor allem im Telekombereich Gewinne realisieren. Als Beispiel nennt Dietrich die Firmen Finisar Corp. und Rural Cellular. Insgesamt halte er etwa 25 bis 30 Titel, die nach sechs Monaten automatisch wieder verkauft würden, da der Wert einer Insiderinformation innerhalb dieser Zeitspanne verfalle.

Das Wohl und Wehe des Fonds hänge auch mit der allgemeinen Marktentwicklung der gering kapitalisierten US-Werte zusammen, für die er positive Tendenzen zu erkennen meint: "Die Anzahl der Käufe durch Insiderinformationen sind im Vergleich zum Januar gestiegen und gleichzeitig basieren sie auf einem höheren Qualitätsniveau." Besonders aufmerksam beobachte er derzeit die Firmeninsider aus der Pharma/Biotechnologiebranche, da eine Bodenbildung der Kurse seiner Ansicht nach bald erreicht sein dürfte. Im Fonds halte er aus diesem Bereich Ventana Medical System.

Mit einem Jahresminus von 15,95 % kommt der GAM Star America Fund auf den zweiten Platz. Fondsmanager Gordon Grender von Global Asset Management erklärt seine Strategie im vergangenen Jahr: "Durch eine sehr konzentrierte Aktienauswahl und einen hohen Barbestand konnten wir den Fonds vor den schlimmsten Markteinbrüchen 2002 bewahren." Die Cashquote von 74 % sei Ausdruck der sehr zurückhaltenden Markteinschätzung.

Generell achte er nach einer Finanz- und Sektorenanalyse bei der Auswahl auf Unternehmen mit langfristigen Wachstumsperspektiven, die er über mehrere Jahre im Fonds halte. Zu seinen Favoriten zählt Grender den amerikanischen Autohändler United Auto Group, der aktuell mit fast 5 % gewichtet sei. Dieser Wert stehe momentan nicht in der Gunst der Anleger und sei dementsprechend im Kurs gefallen - trotz Versiebenfachung der Gewinne und großen Wachstumspotenzials.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×