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06.02.2002

19:01 Uhr

Wertentwicklungsanalyse defensiv geführter Mischfonds

Dollar-Anleihen spielen hohe Euro-Renditen ein

An das Ausschöpfen der Aktien-Höchstgrenze im UBAM-Conservative Portfolio (USD) denkt Fondsmanager Frederic Bach nach eigener Darstellung derzeit nicht. Zu unsicher ist ihm der Zeitpunkt der Konjunkturwende in den USA.

HB/vwd FRANKFURT/M. Mit einem Wertgewinn von 9,75 % führt Bachs Fonds der Union-Bancaire-Privee-Gruppe die Jahresbilanz 2001 für defensiv geführte gemischte Fonds an (siehe Tabelle). Bei den "defensiven" gemischten Fonds liegt der Anlageschwerpunkt grundsätzlich im Anleihebereich.

Im Regelfall seien 90 % der Mittel in Wertpapieren anlegt, die auf den US-Dollar lauteten, sagt Bach. Daher habe er auch im vergangenen Jahr dank der Währungsgewinne vom festen Dollar profitiert. Zur guten Wertentwicklung beigetragen habe auch, dass er nur 5 % der Gelder in Aktien investiert habe.

An den Rentenmärkten favorisiert Bach vor allem nicht-staatliche Titel höchster Qualität. Dazu zählten Anleihen supranationaler und quasi-staatlicher Emittenten und Unternehmensanleihen mit einem guten Rating und mit höherer Verzinsung. Insgesamt traut er den Rentenmärkten in den nächsten Monaten weiter Aufwärtspotenzial zu. Deshalb habe er - im Verhältnis zu seinem Vergleichsindex - Anleihen mit relativ langen Restlaufzeiten im Portfolio stärker berücksichtigt.

Platz zwei belegt mit einem Gewinn von 6,67 % der von UBS Asset Management, Zürich, verwaltete UBS (Lux) Strategy Fund Yield (USD) B. Auch dieses Produkt lege schwerpunktmäßig in Dollar-Wertpapieren an, erklärt die Gesellschaft. Momentan seien rund 84 % der Mittel in solche Titel investiert. Im Normalfall liege die Aktienquote bei 25 % (jetzt 26 %), der Anleiheanteil bei 75 %. Regional übergewichtet sei man derzeit an den europäischen Aktienmärkten, während US-amerikanische Titel unterrepräsentiert seien. Europäische Aktien halte die Gesellshaft derzeit für günstiger bewertet als amerikanische. Noch attraktiver seien die Emerging Markets. An eine Erhöhung der Aktienquote denke man aber nicht.

Den jüngsten Anstieg der Renditen an den Rentenmärkten halte man für leicht übertrieben. Performancepunkte hofft die Gesellschaft nach eigener Darstellung durch die Übergewichtung von höher verzinslichen Titeln zu sammeln, etwa Pfandbriefen oder Firmenbonds.

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