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19.02.2002

19:00 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für Biotechnologie- und Pharmawerte

Geld verdienen mit Schlafmittel-Aktien

Mit Werten aus dem Gesundheitssektor wird es in diesem Jahr aufwärts gehen - das glauben zumindest Vertreter des Beratungsunternehmens Medical Strategy. Die Firma unterstützt zwei erfolgreiche Fonds von Franken Invest und Oppenheim bei der Auswahl ihrer Aktien.

HB/vwd FRANKFURT/M. Einer der wenigen Jahresgewinner 2001 ist der Topic Biomedical, aufgelegt von der Franken Invest Luxemburg, eine Tochter der SchmidtBank. Unter 78 Aktienfonds, die auf Biotech- und Pharmawerte ausgerichtet sind, liegt er mit einem Plus von 2,41 % auf dem ersten Platz. Harald Schwarz vom Münchner Unternehmen Medical Strategy, der das Fondsmanagement der Franken Investment berät, führt diesen Erfolg auf die gelungene Aktienauswahl im Bereich mittelgroßer Biotech-Unternehmen zurück: "Wir suchen nach Titeln, die ähnlich erfolgreich sein könnten, wie Immunex, Idec oder Medimmune".

Die verschiedenen Merger-Aktivitäten zeigen laut Schwarz, wie wertvoll neue Biotech-Medikamente in einem späten Entwicklungsstadium für Biotech-Konzerne wie Amgen oder Pharmagiganten wie Bristol Myers Squibb geworden sind. Eine starke Verhandlungsbasis dank vielversprechender Produktpipeline könne auch OSI Pharmaceuticals haben. Etwa 5 % des Fondsvolumens seien in das Unternehmen investiert. Es erwartet die baldige Zulassung für ein neues Krebsmedikament. Auch von dem neuen Präparat zur Behandlung schwerer Schmerzen von Ligand Pharmaceuticals (6 %) ist Schwarz überzeugt. Am stärksten gewichtet sei mit 7 % der Wert Neurocrine Biosciences. Das Team von Medical Strategy verspricht sich viel von einem neuen Schlafmittel der Firma und einem innovativen Therapieansatz gegen Depressionen.

Auf dem zweiten Platz der Jahresbilanz 2001, knapp hinter dem Topic Biomedical, rangiert der Pharma/wHealth. An seinem Wertgewinn von 0,6 % hat ebenfalls das Beraterteam von Medical Strategy einen gewichtigen Anteil. Gemeinsam mit drei weiteren, unabhängig agierenden Beratern in den USA, sucht das Team die Werte für das Fondsdepot aus.

Topic-Biomedical-Team setzt auf innovative Produkte

Stefan Meyer von Medical Strategy sieht in dieser Methode einen wichtigen Grund für den Performancevorteil des über das Bankhaus Sal. Oppenheim vertriebenen Fonds. Denn: "Die Analyse der kleinen und mittleren Unternehmen im Gesundheitsbereich erfordert spezielles biomedizinisches Know-how." Wie das Topic-Biomedical-Team setze auch der Pharma/wHealth-Berater in erster Linie auf die Umsatzkraft innovativer Produkte.

In Pharmacia und American Home Products seien derzeit jeweils rund 3 % des Fondsvermögens investiert, da diese Pharmatitel nicht unmittelbar durch Patentabläufe bedroht seien und weiteres Wachstumspotenzial aufwiesen. Amgen sei derzeit ebenfalls mit etwa 3 % berücksichtigt, da die Firma ihre Produktpalette im vergangenen Jahr mit zwei neuen Medikamenten weiter ausgebaut habe. Die Entwicklungschancen des Marktes für dieses Jahr bewertet Meyer optimistisch: "Die im Mai stattfindende Asco-Konferenz, die sich als weltweit größter Krebskongress etabliert hat, sorgt traditionell für gute Nachrichten. Wir erwarten neue Produktzulassungen."

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