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20.01.2003

08:54 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für deutsche Standardwerte

Computermodell stützt Warburg-Fonds

VonAli Masarwah (vwd)

Verluste mit geringen Aktienquoten vermeiden war das Erfolgsrezept für Martin Weinrauter von der Vermögensverwaltung Grohmann & Weinrauter (G&W). Er vertraut beim Warburg-Daxtrend-Fonds auf ein Computersystem. Mit Erfolg: Das Produkt führt mit einem Wertverlust von 26,38 Prozent die Jahresbilanz 2002 der deutschen Aktienfonds für Standardwerte an.

HB/vwd FRANKFURT/M. Die Anlageentscheidungen orientieren sich ganz am Verlauf des Dax. Steigt der deutsche Standardwerteindex, wird er im Fonds abgebildet, bei fallenden Märkten wird der Investitionsgrad gesenkt. Stark schwankende Märkte können dem Modell Probleme bereiten: So habe der Daxtrend-Fonds im Jahr 1999 unterdurchschnittlich abgeschnitten, weil man das Portfolio angesichts der extremen Volatilität nicht immer rechtzeitig habe umschichten können. Optimal aufgegangen sei das System nach den Anschlägen in den USA im September 2001, auf die der Börsenaufschwung im vierten Quartal folgte. Gemäß der Dax-Zusammensetzung sind im Warburg-Fonds Siemens (7,92 %), Deutsche Telekom (6,83 %), Deutsche Bank und Eon (jeweils über 5 %) am höchsten gewichtet.

Eine gänzlich andere Anlagestrategie verfolgt die DWS. "Wir investieren nur in Unternehmen, von denen wir eine klare Meinung haben und sind dabei oft weit weg von der Benchmark", betont Henning Gebhardt, verantwortlich für den DWS Select-Invest. Gebhardt hatte 2002 Erfolg: Mit 27,59% Verlust lag sein vorwiegend in Standardwerte anlegender Fonds nur knapp hinter dem Warburg-Fonds.

In der ersten Jahreshälfte habe er zeitweilig keine Aktien der Deutschen Telekom besessen. Aktuell ist die T-Aktie laut Gebhardt "voll gewichtet". Nach wie vor hätten die Papiere großes Erholungspotenzial. Im Versicherungssektor sieht Gebhardt wieder Chancen, weshalb er Allianz (7,8 %) und Münchener Rück (5,6 %) "vorsichtig übergewichtet" habe. Mit am überzeugendsten hält er die Fundamentaldaten von Adidas-Salomon. "Das Wachstum ist ordentlich, und das Unternehmen profitiert wegen der Präsenz in den USA vom gesunkenen Dollar-Kurs." Für den deutschen Aktienmarkt gibt sich der DWS-Stratege vorsichtig: Einerseits seien die Bewertungen günstig, anderseits dürfte die Richtung der Märkte noch für absehbare Zeit von der Irak-Krise abhängen.

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