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16.01.2002

08:43 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für europäische Standardwerte

Franklin Templeton feiert Doppelsieg

"Es ist unserer Meinung nach viel zu früh, um auf eine breit angelegte Erholung der Wirtschaft zu vertrauen", sagt Aktienexperte David Winters von der amerikanischen Fondsgesellschaft Franklin Templeton Investments.

HB/vwd/Frankfurt/Main. "Es ist unserer Meinung nach viel zu früh, um auf eine breit angelegte Erholung der Wirtschaft zu vertrauen", sagt Aktienexperte David Winters von der amerikanischen Fondsgesellschaft Franklin Templeton Investments. Daher habe er beim Franklin Mutual European Fund A (acc) weiter unterbewertete Aktien mit hoher Qualität aus relativ defensiven Branchen mit starken und prognostizierbaren Gewinnen zugekauft. Dank seiner Ausrichtung auf werthaltige Aktien ("Value") ist der Franklin Mutual European Fund A (acc) mit einem Wertgewinn von 1,89 % der Jahresgewinner 2001 unter 252 europäischen Aktienfonds für Standardwerte.

"Unser Investmentansatz hat uns von den volatilen, qualitativ schwachen und hoch spekulativen Technologiebereichen fern gehalten", sieht Winters einen wichtigen Grund für das erfreuliche Abschneiden des Fonds. Wie er erläutert, ist der Franklin Mutual European Fund zurzeit prominent in Aktien aus dem spanischen Bausektor vertreten. Mit einem Anteil von über 3 % sei Acciona SA sogar die größte Position im Portfolio. Zu den weiteren Favoriten zählten Actividades de Construcciones y Servicios und Fomento de Construcciones y Contratas.

Die Perspektiven des Baubereichs in Spanien sind nach Meinung des Experten ausgezeichnet. Denn das Land müsse seine Infrastruktur verbessern, um das Niveau in der Europäischen Union zu erreichen. Schätzungsweise 50 Milliarden Euro dürften in Spanien im Laufe der kommenden fünf Jahre für die Verbesserung von Straßen, Eisenbahn, Häfen und Flughäfen ausgegeben werden.

In bedeutendem Umfang sei der Fonds auch im Finanzbereich investiert, sagt Winters. Zu den am markantesten unterbewerteten Banken in Europa gehört seines Erachtens die norwegische Union Bank of Norway.

Einem Value-Ansatz folgt auch Franklin-Templeton-Fondsmanger Ken Cox beim Templeton European Fund A. Die Jahresperformance von-1,34 % reicht zum Gewinn der Silbermedaille. Wie Cox sagt, habe der Fonds ebenfalls erheblich von der deutlichen Untergewichtung von Technologieaktien profitiert. Erst im dritten und vierten Quartal des vergangenen Jahres habe er die Bestände in den Wachstumsbranchen Technologie und Telekommunikation auf 12 % erhöht. Nach dem Kursverfall in diesen Sektoren seien diese Titel günstig zu kaufen gewesen recht günstig zu kaufen, blickt Cox zurück.

Eingestiegen sei er beispielsweise beim niederländischen Elektronikkonzern Philips, mit einem Portfolioanteil von über 2 % mittlerweile die wichtigste Einzelposition. Auf günstigen Bewertungsniveaus habe er auch beim ebenfalls niederländischen Oce und beim französischen Telekomausrüster Alcatel zugegriffen. Auch Cox ist optimistisch, dass sich der positive Trend bei Value-Aktien in diesem Jahr fortsetzen wird.

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