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31.01.2003

08:09 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds für japanische Nebenwerte

Axa setzt auf Nahrung und den Karaoke-Trend

Klein, aber flexibel - die Fondsmanager von Aktienfonds auf japanische Nebenwerte hoffen in wirtschaftlich schweren Zeiten auf die Vorteile der kleinen und mittelgroßen Unternehmen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Kunio Noguchi, Manager des Axa Rosenberg Japan Small Cap Alpha Fund B, hat mit seinem Fonds im vergangenen Jahr einen Verlust von 12,70 % eingesteckt. Da es der Konkurrenz noch schlechter erging, führt er die Jahresbilanz 2002 der Aktienfonds für japanische Nebenwerte an.

Noguchi streut das Risiko des Fonds sehr breit: Seine größte Einzelposition ist mit einem Anteil von 1,6 % am Fondsvermögen der Lebensmittelkonzern Itoham Foods. Das Unternehmen produziert Schinken und Würstchen und managt einige Restaurants. Daneben sind so unterschiedliche Titel wie beispielsweise die Regionalbank der Oita-Präfektur, die Bau- und Immobilienfirma Maeda Corp. oder das Tokioter Unternehmen Daiichikosho vertreten, das aus dem in Japan so beliebten Karaoke ein Geschäft gemacht hat. Die Firma produziert und vermarktet die technische Ausrüstung für das Playback-Singen und betreibt Karaoke-Lokale. Außerdem vermietet und verkauft sie Spielautomaten sowie Karaoke-Software.

Fondsmanager Tadahiro Fujimura hat mit dem Swissca-Fonds Small and Mid Caps Japan das Jahr 2002 mit einem Minus von 12,90 % abgeschlossen. Für ihn hat die schwierige Konjunkturlage auch positive Aspekte: "Dieses chaotische Umfeld bietet kleinen, unbekannten Firmen die Möglichkeit, in das Vakuum vorzustoßen, das von den einstmals dominanten Konzernen zurückgelassen wurde, die nun nicht mehr mit den strukturellen Veränderungen klarkommen", sagt der Fondsmanager des Schweizer Investmenthauses.

"Unsere beiden Top-Sektoren sind die Elektro-Branche und der Großhandel", sagt Fujimura. Vom japanischen Bankensektor und der Baubranche hält er sich fern. Vor allem diese Unternehmen verließen sich noch immer auf das alte Netzwerk von Beziehungen. Größter Wert im Fonds sei gegenwärtig der Autozulieferer Exedy: "Eigentlich ist die Firma Teil der Nissan - Gruppe, hat aber nun Geschäftsbeziehungen mit der Toyota-Tochter Aisin Seiki aufgenommen - und dürfte vom Wachstum beider Autokonzerne profitieren."

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