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07.02.2003

08:40 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der Aktienfonds mit Schwerpunkt Lateinamerika

Gartmore setzt auf Mexiko und Brasilien

Fondsmanager Chris Palmer sucht stets nach unentdeckten Gewinnquellen. "Wir haben 2002 von einigen Situationen profitiert, die die Konkurrenz übersehen hat", sagt der Gartmore-Fondsmanager. Die Rechnung ging auf, der Gartmore CSF Latin America Fund belegt mit einem Jahreswertverlust von "nur" 27,64 % den ersten Platz von insgesamt 35 Lateinamerikafonds.

HB/vwd FRANKFURT/M. Als er in Brasilien attraktive Bewertungen erkannte, habe er trotz Bedenken wegen der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung gekauft. Das vierte Quartal gab ihm recht. Der Markt stieg um fast 40 %. Der Gartmore-Manager setzt auf eine Kombination aus Einzelwertauswahl und makroökonomischer Analyse. Die aktuelle Portfoliostruktur will er in naher Zukunft nicht ändern. Mexikanische und brasilianische Aktien stellen jeweils einen Anteil von über 40 %. Brasilien werde zugute kommen, dass angesichts der pragmatischen Politik des neuen Präsidenten Lula da Silva die Zuflüsse ausländischen Kapitals und auch die Direktinvestitionen weiter zunehmen werden. Mexiko könnte der Anstieg des Ölpreises zugute kommen, weil das Land große Ölreserven besitzt.

Die größten Einzelwerte kommen aus Brasilien. "Dem Ölkonzern Petroleo Brasileiro (Fondsanteil 8,2 %) hilft das gestärkte Vertrauen der Investoren", sagt Palmer. Bei Unibanco konnte Palmer nach eigenen Angaben zu niedrigen Kursen einsteigen, "weil Ängste vor einer Schuldenkrise den Wert gedrückt hatten". Am Zellulose- und Papierproduzenten VCP gefällt Palmer, dass dieser wegen seines hohen Export-Anteils von einer Schwäche der Landeswährung Real profitiert.

Mit einem Verlust von 28,53 % belegt der Fortis L Fund Equity Latin America den zweiten Platz. Fondsmanager des Produkts der Fortis Investment Management ist Stephane Mauppin. "Unsere Übergewichtung in Mexiko (Fondsanteil 52 %) und Peru (8 %) werden wir wohl beibehalten", erklärt Mauppin, "in Argentinien bleiben wir dagegen neutral gewichtet". Chile (5 %) und Brasilien (33 %) sind untergewichtet.

Mauppins Fondsausblick für 2003 fällt gemischt aus: "Ob absolute Renditen erzielt werden, ist nicht sicher, aber Indizes wie Dax oder CAC-40 sollten übertroffen werden". Mauppin verweist auf hohe durchschnittliche Dividendenrenditen und niedrige Kurs- Gewinn-Verhältnisse in der Region.

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