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12.02.2002

19:00 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der Dachfonds mit defensiver Ausrichtung

Hochzinsanleihen sollen Fondsrenditen auf die Sprünge helfen

Er setzt stark auf Rentenfonds für Hochzinsanleihen: Thorsten Dreilich. Er betreut den Fonds Direkt Skyline Klassik. Der Dachfonds der Vermögensverwaltung Fonds Direkt AG, Oberursel, führt die Jahresbilanz 2001 der 30 defensiv ausgerichteten Dachfonds mit einem Wertgewinn von 3,56 % an.

HB/vwd FRANKFURT/M. Als "defensiv" gelten jene Dachfonds, die vorwiegend in Fonds für wertstabile Anlagen wie Anleihen oder Geldmarkttitel investieren. Dreilich baute laut seinen Angaben Mitte letzten Jahres die ersten Positionen im Hochzinsanleihebereich auf. Im Dezember seien 15 % des Dachfondsvermögens auf diese Produkte entfallen. Davon mache der Pioneer US High Yield über 6 % aus. Bei der Aktienbeimischung habe sich Vorsicht ausgezahlt.

Sein Ausblick auf das laufende Jahr: "Wir sind für die Aktienmärkte nicht sehr optimistisch; bei den Anleihen werden wir für die Rendite strampeln müssen." Auch den klassischen Staatsanleihebereich schätze er als schwierig ein. Er wolle deshalb so lange auf Fonds für Hochzinstitel setzen, bis sich der Renditevorsprung vor den Staatsanleihen mit dem Abebben der Konkurswelle bei Unternehmen abgebaut habe. In nächster Zeit wolle er außerdem den Bestand an Mischfonds aufstocken.

Die Liquidität liege bei 10 % des Dachfondsvermögens. Weitere 14 % des Portfolios seien in klassischen US-Rentenfonds investiert. Das Schwergewicht liege bei europäischen Rentenfonds sowie internationalen Rentenfonds mit 40 bzw. 25 % Quote. Größte Einzelposition mit knapp 10 % des Dachfondsvermögens sei der DWS Euro-Corp für europäische Firmenanleihen.

"Eigentlich war es am besten, möglichst wenige Aktienfonds im Portfolio zu haben", erklärt Andreas Brandt im Rückblick auf das vergangene Jahr. Er betreut den QuattroZielanlageFonds-net- der zur genossenschaftlichen Bankengruppe gehörigen Union Investment. Dieser Dachfonds liegt mit einem Wertzuwachs von 1,69 % auf Rang zwei.

Nach den Anschlägen im September stockte Brandt die Aktienfondsquote im Dachfonds nach seinen Angaben auf 26 % "kräftig auf". Jetzt liege er bei 19 %. Als größte Einzelposition nennt er den in US-Aktien investierenden UniNordamerika mit fast 12 % Dachfondsquote. Geplant sei eine Verlagerung des Anlageakzents auf Europa.

Erst kürzlich habe er seine Strategie bei den Aktienfonds geändert. Er sei aus dem Standardwerte-Aktienfonds Global Titans ausgestiegen und setze jetzt auf marktbreit investierende Fonds, die auch kleinere Unternehmen berücksichtigten: "Diese werden viel stärker von der Konjunkturerholung profitieren als die Aktien der im Global-Titans-Index zusammengefassten 50 größten Konzerne weltweit."

Bei den Anleihen sehe er im Jahreverlauf zwar wenig Chancen auf steigende Kurse. Die aktuellen Möglichkeiten seien aber gut. Der Anteil der Rentenfonds liege derzeit bei rund 80 %. Er solle auf knapp 78 % sinken. Mit über 19 % Dachfondsquote bilde der UniRenta Corporates für internationale Unternehmensanleihen einen Investitionsschwerpunkt im Anleihebereich.

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