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07.01.2003

08:40 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der Euro-Rentenfonds

Fondsmanager punkten mit österreichischen Papieren

Nach Einschätzung von Georg Svetnik haben die internationalen Rentenmärkte inzwischen ein Niveau erreicht, das sowohl zukünftige Krisenszenarien als auch ein nochmals schwächeres Wirtschaftswachstum widerspiegelt.

HB/vwd FRANKFURT/M. Der Anleiheexperte der österreichischen Bank für Kärnten und Steiermark AG steuert den Euro-Rentenfonds 3 Banken Long Term Eurobond-Mix T. Das Produkt gewann in den zwölf Monaten per Ende November 6,72 % an Wert und liegt damit unter 228 Euro-Rentenfonds auf Platz sechs (Tabelle). Aufgelegt wurde es von der zur 3-Banken-Gruppe (Oberbank, Bank für Tirol und Vorarlberg, Bank für Kärnten und Steiermark) und zur Generali Holding Vienna gehörenden Investment-Gesellschaft 3 Banken-Generali.

Wie Svetnik informiert, investiert er ausschließlich in Anleihen mit langer Restlaufzeit, wobei der Schwerpunkt auf Staatsanleihen sowie Emissionen öffentlicher Schuldner und Pfandbriefen liege. Ziel sei es, den bei einer normalen Zinskurve vorhandenen Renditevorteil lang laufender Anleihen auszunutzen. Über längere Perioden böten zehnjährige Titel gegenüber fünfjährigen einen durchschnittlichen Zinsvorteil von rund einem Prozentpunkt, berichtet der von Klagenfurt aus tätige Rentenspezialist. Um bei dem in diesem Jahr erwarteten Renditeanstieg keine stärkeren Kursverluste zu erleiden, habe er bereits seit August die durchschnittliche Restlaufzeit der im Portfolio enthaltenen Papiere reduziert. Aktuell liege diese bei 8,4 Jahren.

Im Portfolio dominierten zurzeit österreichische Bundesanleihen, berichtet der Rentenfondsmanager. Deren Gewichtung habe er im Mai und Juni zu Lasten deutscher Bundesanleihen sogar von rund 50 auf derzeit 60 % erhöht. Auf diese Weise habe der Fonds von den etwas stärkeren Renditerückgängen und den entsprechend höheren Kursanstiegen der österreichischen Staatstitel profitiert.

Ausschließlich mit Anleihen bester Bonität von österreichischen Emittenten erzielte Caroline Höll mit dem SKWB Schoellerbank Vorsorgefonds A einen Wertgewinn von 6,70 %. Dieser Zuwachs bringt den Fonds der österreichischen Gesellschaft SKWB Schoellerbank Invest auf Rang acht. Der Schwerpunkt der Engagements liegt laut Höll unter Liquiditäts- und Risikoaspekten auf ein- bis zehnjährigen Papieren. "Wir gehen davon aus, dass die Notenbanken weiterhin eine expansive Geldpolitik betreiben und die Zinsen nicht so schnell aggressiv erhöhen werden", sagt sie.

Da auch sie mit einer Erholung der Euroland-Konjunktur und einem damit einhergehenden Anstieg der langfristigen Zinsen rechnet, habe sie sich bereits aus dem dadurch stärker gefährdeten zehnjährigen Laufzeitensegment zurückgezogen. Ihr Hauptaugenmerk liege auf dem attraktiveren siebenjährigen Bereich, in dem 40 % der Gelder investiert seien. Prominent gewichtet seien auch Anleihen mit Laufzeiten zwischen vier und sechs Jahren, auf die insgesamt 32 % entfielen.

Laut Höll dominieren im Portfolio mit einem Anteil von rund 65 % gedeckte österreichische Bankschuldverschreibungen von Instituten wie der Landeshypothekenbank Tirol oder der Oberösterreichischen Landesbank. Gegenüber den Staatsanleihen der Alpenrepublik lockten diese - abhängig von der Laufzeit - mit attraktiven Renditeaufschlägen zwischen 0,15 und 0,20 Prozentpunkten

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