Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.03.2003

08:24 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der Fonds für Hochzins-Bonds

Nordinvest setzt auf Anleihen von Russland

Angesichts der weltweit schwachen Konjunkturlage und der geopolitischen Risiken bieten Anleihen aus den Ländern Mexiko und Russland relativ viel Stabilität.

HB/vwd FRANKFURT/M. Manager von Fonds, die in Hochzinsanleihen investieren, sind für die Entwicklung der Rentenmärkte in den Schwellenländern optimistisch gestimmt. Thomas Pergande von der Fondsgesellschaft Nordinvest, die zum Vereins und Westbank-Konzern - gehört, vertraut auf eine defensive Strategie: Angesichts der weltweit schwachen Konjunkturlage und der geopolitischen Risiken setzt er bei seinem Fonds Nordrent-Spezial auf Anleihen aus Ländern, die relativ viel Stabilität bieten. Dazu zählten die EU-Beitrittskandidaten sowie Russland und Mexiko. Auf diese Weise erwirtschaftete der Nordrent-Spezial bis Ende Januar innerhalb von zwölf Monaten ein Plus von 6,88 %. In der Kategorie der Emerging-Markets- und High-Yield-Rentenfonds bedeutet dies Platz drei.

Mit einem Anteil von 37 % hat Pergande Osteuropa im Portfolio am höchsten gewichtet. Allein 13 % entfallen auf Russland. Das Land erziele durch die Einnahmen aus Ölverkäufen hohe Haushaltsüberschüsse und sei bei Ölpreisen von über 18 Dollar attraktiv. Interessant sind für Pergande auch Hartwährungsanleihen der osteuropäischen EU-Beitrittskandidaten der zweiten Reihe wie Bulgarien, Kroatien und Rumänien. Innerhalb des Lateinamerika-Anteils des Fonds von 24 % konzentriert sich Pergande auf Mexiko. Das Land sei stark an die US-Wirtschaft angebunden und überzeuge ihn durch seine hohe Stabilität. Mit 24 % des Fondsvermögens setzt Pergande breit diversifiziert auf Unternehmensanleihen. Prominent gewichtet habe er Papiere von Firmen aus der Verpackungsbranche wie die irische MDP Acquisitions.

Überwiegend mit Engagements in hochverzinslichen Unternehmensanleihen erwirtschaftete der fünftplazierte Robeco High Yield Bonds (EUR) einen Wertzuwachs von 5,08 %. Damit die Wertentwicklung des Fonds bei der Schieflage eines Emittenten nicht allzu stark getroffen wird, habe er die Anlegergelder auf rund 120 verschiedene Namen gestreut, sagt Manager Sander Bus von der niederländischen Fondsgesellschaft Robeco.

Vorerst festhalten will er an der höheren Gewichtung des seiner Meinung nach relativ sicheren Bausektors. Gut gefallen ihm Anleihen der amerikanischen Firmen D.R. Horton und Lennar. Im defensiven Gesundheitsbereich setze er auf Fresenius Medical Care (FMC) aus Deutschland. Am großen US-Unternehmensanleihenmarkt sei er im Telekommunikationssektor fündig geworden, sagt Fondsmanager Bus. Interessant finde er trotz deutlicher Kursgewinne die Papiere des Mobilfunkanbieters Nextel. Aufgrund der verbesserten Liquiditätssituation überzeuge ihn auch Qwest Communications.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×