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14.01.2003

07:54 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der größten deutschen Aktienfonds

Im Dax gibt es wieder interessante Titel

Für Fondsmanager Hans-Joachim König käme eine Prognose über Branchentrends in diesem Jahr Kaffeesatzleserei gleich: Wegen der politischen Unsicherheiten im Nahen Osten und der unklaren Richtung der Konjunktur will er sich nicht auf eine breite Erholung am deutschen Aktienmarkt verlassen.

HB FRANKFURT/M. Stattdessen konzentriert sich der Union-Investment-Mann im UniFonds auf günstige Aktien aus relativ konjunkturresistenten Branchen. In den zwölf Monaten per Ultimo November liegt das Produkt der zur genossenschaftlichen Bankengruppe gehörenden mit 30,24 % im Minus. Das reicht immer noch für einen vorderen Platz unter den zehn größten deutschen Aktienfonds bzw. für Rang 37 im Gesamtklassement von 124 Produkten.

Für König stehen in diesem Jahr vor allem Einzelstories bei deutschen Unternehmen im Vordergrund. Als Beispiel nennt er die Aktien der Deutschen Telekom, die mit knapp 10 % inzwischen der wichtigste Wert im Fonds ist. "Die Aktie war bei einem Kurs von neun Euro zu billig; wenn das Unternehmen die Schulden reduziert, ist der Titel hoch interessant", gibt sich König vorsichtig optimistisch. Aufgestockt habe er nach übertriebenen Kursverlusten auch die Positionen bei Lufthansa und BMW. Aus dem Maschinenbausektor seien MAN und Linde übergewichtet. Im Rückversicherungsbereich findet der Union-Investment-Manager die Münchener Rückversicherung und unter den Nebenwerten Hannover Rück interessant. "Ungemach" drohe dagegen den deutschen Banken, die wegen der Rekordzahl an Insolvenzen mit erheblichen Problemen in ihren Kreditportfolien zu kämpfen hätten. Schwierig sei auch die Lage im Technologiebereich.

Mit einem Wertverlust von 32,38 % liegt das Dax-Produkt der Indexchange auf dem vorletzten Platz unter den größten deutschen Aktienfonds. Unter allen Aktienfonds rangiert der börsengehandelte Indexfonds auf Platz 57. Das Produkt der Hypo-Vereinsbanktochter bildet den Index der 30 deutschen Standardwerte nahezu zu 100 % ab. Jede Veränderung bei der Indexzusammensetzung, wie zuletzt etwa der Austausch von Epcos durch die Aktie der Deutschen Börse, wird zeitgleich im DaxEx nachvollzogen.

Indexchange-Vorstandssprecher Andreas Fehrenbach sieht denn auch die hohe Transparenz börsengehandelter Indexfonds als Vorteil gegenüber aktiv gemanagten Fonds. Zudem zeichneten sich die börsengehandelten Produkte durch geringe Kosten und der Handelbarkeit über Xetra aus. Entsprechend der Dax-Zusammensetzung seien die Aktien von Siemens und Deutsche Telekom mit über 11 % bzw. 10 % am höchsten gewichtet.

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