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09.01.2002

19:00 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der größten europäischen Aktienfonds

DIT und Deka favorisieren Vodafone-Aktie

VonSabine Möller/Simone Apel, vwd

Dirk Ropers vom DIT Deutscher Investment-Trust ist für 2002 verhalten optimistisch eingestellt. "Ich gehe von Kursanstiegen von 10 bis 15 Prozent aus", prognostiziert Ropers, der im Juni vergangenen Jahres die Verantwortung für den Industria übernahm.

HB FRANKFURT/M. Dieser Fonds liegt mit einem Zwölfmonats-Wertverlust per Ende November von 23,89 % auf Platz 168 unter insgesamt 322 europäischen Aktienfonds; unter den zehn größten Produkten liegt er eher im hinteren Feld.

Obwohl sich Ropers in der Fondsstruktur laut seinen Angaben am Index MSCI Europa orientiert, gehe er signifikante Abweichungen ein. Dabei suche er Unternehmen, die eine gute Ertragsentwicklung erwarten ließen und günstig bewertet seien. Keine Rolle spiele dabei eine Unterscheidung in Wachstumstitel und werthaltige Titel. "Derzeit bin ich in den Sektoren Technologie, Medien und konjunktursensible Bereiche leicht übergewichtet, weil diese Segmente von der konjunkturellen Erholung, die ich in 2002 erwarte, am meisten profitieren werden", so Ropers. Untergewichtet sei er dagegen unter anderem in den Bereichen Pharma und Banken.

"Obwohl der Pharmabereich untergewichtet ist, sind wir auf Grund der Einzeltitelauswahl in Glaxo Smithkline leicht übergewichtet", sagt Ropers. Über 3 % der Fondsgelder seien in dem Pharmariesen investiert: "Die Bewertung ist recht günstig und die Wachstumsraten ordentlich. Zudem ist das Unternehmen Marktführer und hat die Fusion gut verkraftet.". Weitere Favoriten seien mit fast 4 % Fondsquote Vodafone und RWE mit knapp 2 % Anteil. "Als größter Mobilfunkanbieter weltweit hat sich Vodafone in Europa gut positioniert", meint der DIT-Mann.

Seit Mitte September ist Reinhard Pfingsten, Leiter Aktien Europa bei der Sparkassengesellschaft Deka, für den über 6 Mrd. großen AriDeka auf Einkaufstour. "Im ersten Schritt haben wir die Positionen im Bereich Telekom aufgestockt, danach die Bestände an konjunktursensiblen Werten und Technologieaktien ausgebaut", erklärt Pfingsten. Er wolle frühzeitig am Konjunkturaufschwung teilhaben. Der Fonds kommt auf ein Minus von 27,03 %, liegt damit auf Rang 224.

Pfingstens Prognose: "Eine Konjunkturerholung in den USA erwarten wir im zweiten Halbjahr 2002. Die Länder in Europa rutschen erst einmal in die Rezession." In Großbritannien sei aber keine Rezession zu erwarten. Dort ist der Deka-Mann laut seinen Angaben mit über einem Viertel des Vermögens investiert.

Größere Positionen halte er an BP Amoco oder Shell/Royal Dutch mit je rund 6 % Fondsanteil. Übergewichtet mit 13 % sei er im Bereich Telekom, da sich die Kostenblöcke der Unternehmen reduzierten und sich der Umsatz zunehmend stabilisiere. Den hoch verschuldeten Telekomfirmen kommen laut Pfingsten zudem die niedrigen Zinsen zugute. Größter Einzeltitel im Portfolio sei Vodafone mit über 7 % Fondsquote.

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