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10.01.2003

07:00 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der Rentenfonds, die in Hochzinsanleihen investieren

Österreichische Fondsfirma schwärmt von Osteuropa-Anleihen

Schwellenländerbonds werden im laufenden Jahr einen um drei bis vier Prozentpunkte höheren Ertrag abliefern als Staatsanleihen aus USA und Euroland.

HB/vwd FRANKFURT/M. Das glaubt Roman Swaton, Experte bei der zur österreichischen Erste-Bank-Gruppe gehörenden Fondsgesellschaft Erste-Sparinvest. In den zwölf Monaten bis Ende November erwirtschaftete Swaton mit dem global in Schwellenländer-Anleihen investierenden ESPA Bond Emerging Markets A einen Wertzuwachs von 12,27 %. Das bedeutet Rang zwei unter 54 Fonds für Hochzinsanleihen.

Weil das Hauptaugenmerk dieses Fonds, der in US-Dollar- und Euro-Anleihen investiert, auf dem Management des Kreditrisikos von staatlichen Emittenten liege, werde das Währungsrisiko des US-Dollars gegenüber dem Euro permanent abgesichert, sagt Swaton. Dies habe sich insbesondere während des Kursverfalls des Greenback gelohnt.

Mit einer Quote von 38 % sei Lateinamerika zwar das regionale Schwergewicht des Fonds. Gemessen am Vegleichsindex JP Morgan EMBI Global Diversified sei das aber eine Untergewichtung der kriselnden Region.

Seine optimistische Einschätzung Osteuropas komme in einer mit 36 % vergleichsweise hohen Gewichtung dieser Region zum Ausdruck. Allein mit 12 % sei Russland im Portfolio vertreten. "In Russland tragen die Reformen der vergangenen Jahre Früchte", argumentiert Swaton. Bulgarien und Rumänien böten jetzt noch ansehnliche Renditen. Entsprechend habe er Bonds beider Länder mit insgesamt 9 % im Portfolio recht prominent berücksichtigt. Mit einer Quote von knapp 18 % ist Asien laut Swaton derzeit unterrepräsentiert. Denn Länder wie Malaysia und Südkorea hätten bereits Investmentgrade-Ratings erhalten, wodurch die Phantasie für weitere deutliche Heraufstufungen und überproportionale Kursgewinne der Anleihen begrenzt sei.

Mit der Konzentration auf asiatische Anleihemärkte erzielte der Schroder ISF-Asian Bond ein Plus von 5,28 %. Das bedeutet neunter Platz für das Produkt der britischen Fondsgesellschaft Schroders. Schroders-Produktmanager Chris Wyke zufolge wird dieser Fonds auf Basis eines so genannten Absolute-Return-Ansatzes gemanagt, wobei auf mittlere Sicht Dollar-Erträge zwischen jährlichen 8 % und 10 % erwirtschaftet werden sollen.

Zur Zeit habe das von Singapur aus tätige Fondsmanagement 55 % der verwalteten Mittel in Unternehmensanleihen investiert. "Es gibt in Asien viele Unternehmensanleihen, die Renditen zwischen acht und zwölf Prozent abwerfen", sagt Wyke. Zu den Kernpositionen des Schroder ISF-Asian Bond zählen nach seinen Angaben auch Anleihen der indischen Energiegesellschaft Reliance, des thailändischen Kreditinstituts Bangkok Bank und des philippinischen Telekommunikationsanbieters Globe Telecom.

Mit 25 % der Mittel sei der Fonds ferner in überwiegend in Dollar denominierten Staatsanleihen asiatischer Länder wie China, Malaysia, den Philippinen oder Südkorea engagiert, die laut Wyke attraktive Renditeaufschläge gegenüber US-Staatsanleihen bieten.

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