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31.03.2003

08:53 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der Schwellenländer-Aktienfonds

Anlagestrategen halten große Stücke auf chinesische Aktien

Jürgen Strobach ist ein Optimist für Emerging-Markets. Der Fondsmanager der PEH Wertpapier AG setzt nach eigenen Angaben auf das hohe Wachstumspotenzial vieler aufstrebender Länder. Außerem locken ihn die attraktiven Aktienbewertungen, die deutlich niedriger als an den etablierten Märkten in den USA oder Westeuropa seien.

HB/vwd FRANKFURT/M. Diese Chancen will Strobach mit dem PEH Q-Emerging Markets nutzen, mit dem er in den zwölf Monaten bis Ultimo Februar auf einen Wertverlust von 20,02 % kommt. Das bedeutet unter 71 Aktienfonds mit Schwerpunkt Emerging Markets Platz 3.

"Wir engagieren uns nicht direkt in Aktien, sondern kaufen Anteile an börsengehandelten geschlossenen Länder- und Regionenfonds", beschreibt Strobach seinen Investmentansatz. Da sich der Börsenpreis der geschlossenen Aktienfonds durch Angebot und Nachfrage ergebe, weiche dieser Kurs in den meisten Fällen von ihrem eigentlichen inneren Wert ab. Strobach jedenfalls ist überzeugt, dass durch den systematischen Kauf von Fonds mit hohen Abschlägen zum inneren Wert eine bessere Wertentwicklung erreicht wird als mit direkten Aktienengagements.

Asien sei mit einem Anteil von 53 % im PEH-Fonds vertreten. Starke Akzente habe er in China gesetzt, was sich einer 14-prozentigen Fondsquote widerspiegele. "Auf Grund des niedrigen Lohnniveaus und des Beitritts des Landes zur Welthandelsorganisation haben chinesische Firmen langfristig gute Gewinnperspektiven", sagt der PEH-Mann. Beim China Fund Inc habe sich der Abschlag auf den inneren Wert bereits deutlich verringert, wodurch der PEH-Fonds bereits einige Performance-Punkte sammeln konnte, berichtet Strobach. Auch Osteuropa sei mit einem Anteil von 19 % prominent berücksichtigt.

Auch Schwellenländer-Experte Bernard Moody ist von geschlossenen Aktienfonds überzeugt. Mit einem Verlust von 25,10 % belegt der von Moody gesteuerte Sarasin Invest-EmergingSar der schweizerischen Sarasin-Gruppe Platz 10.

Innerhalb seiner Asien-Quote von 52 % setzt Moody nach eigenen Angaben zur Abdeckung Chinas unter anderem auf den Value Partners China Greenchip Fund, der sich auf geringer kapitalisierte Titel konzentriere. Nach erfreulicher Wertentwicklung habe sich der Kursabschlag dieses geschlossenen Länderfonds auf den inneren Wert auf 3 % verringert. Attraktiv finde er auch den ROC Taiwan Fund von International Investment Trust Co, der verstärkt in taiwanesische Firmen mit Geschäftsbeziehungen nach China investiere und dadurch vom starken Wachstum Chinas profitiere.

Mit knapp 17 % des Fondsvermögens sei er in Osteuropa engagiert, unter anderem im Baring Emerging Europe.

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