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27.01.2003

08:01 Uhr

Wertentwicklungsanalyse der weltweit anlegenden Aktienfonds

Bekannte Markennamen haben Verluste verringert

Nur er kommt im vergangenen Jahr mit einem einstelligen Verlust und damit einem blauen Auge davon: Hassan Elmasry. Der Fondsmanager vom Investmenthaus Morgan Stanley fuhr mit dem Global Brands Fund A einen Wertverlust von 9,65 % ein und hängte damit alle anderen international anlegenden Aktienfonds ab (Tabelle).

HB/vwd FRANKFURT/M. Elmasry setzt auf Aktien von Firmen mit einem gut eingeführten und bekannten Markennamen. Der Manager ist überzeugt, dass Firmen, deren Marken eine hohe Bekanntheit besitzen, auf lange Sicht die beständigeren Profite abwerfen. Sie bieten Produkte oder Dienstleistungen, die sich durch eine starke Kundenbindung auszeichneten und hätten bereits mehrfach bewiesen, dass sie dem Wettbewerbsdruck standhalten können.

"Aber", so Elmasry, "von diesen Firmen gibt es nur eine begrenzte Zahl in der Welt gibt - und davon sind auch nur wenige zu einer bestimmten Zeit unterbewertet." Aus diesem Grund sei der Fonds stets nur in 20 bis 40 Unternehmen investiert. Laut Elmasry sind dabei mehr als 80 % der Gelder in Werte aus dem Konsumgütersektor investiert. Einige wenige Titel stammen aus der Industrie und dem Gesundheitswesen. Zu den größten Einzelpositionen zählten derzeit Cadbury Schweppes mit fast 7 % Anteil am Fondsvermögen, gefolgt von Group Danone mit 5 % und der New York Times mit über 4 %.

Obwohl Elmasry Aktien weltweit kauft, sind derzeit rund 75 % der Titel im Global Brands Fund europäischer Herkunft, nur 20 % der Positionen stammen aus den USA. Der Morgan Stanley-Manager - sagt jedoch: "Wir haben keine Region der Welt bewusst ausgelassen. Man muss aber sehen, dass es von dem Typ von Firmen, den wir suchen, nun einmal nicht so viele in den Emerging Markets gibt."

Auf Platz drei der Jahresbilanz 2002 rangiert mit einem Minus von 12,12 % der WM Aktien Global UI-Fonds aus dem Haus Universal Investment. Wolfgang Mayr, Geschäftsführer der Wolfgang Mayr Vermögensverwaltung GmbH, der das Universal-Portfoliomanagement berät, setzt seit einigen Jahren auf die strukturellen Veränderungen im internationalen Umfeld.

Angefangen bei Technologie und Telekommunikation, habe er sich im weiteren Zeitverlauf auf die Bereiche Gesundheitswesen und Lebensmittel, später auf asiatische Schwellenmärkte konzentriert. Dabei seien zur Risikostreuung interne Höchstgrenzen für den Investitionsanteil je Land und Branche am Fondsvermögen gesetzt. Ähnliches gelte für die einzelnen Positionen im Fonds: "Das Portfolio ist stets vollständig in Aktien investiert und besteht konstant aus 26 Unternehmen, wobei alle Portfolio-Positionen gleich gewichtet sind." Die asiatische Region bleibe stark gewichtet. Japan, Korea und Hong Kong machten einen entscheidenden Anteil am Fonds aus. Zu den hervorstechenden Einzelpositionen gehöre unter anderem Yahoo Japan, das nicht nur ein Internet-Portal betreibt, sondern auch Breitband-Zugänge verkauft. Weitere asiatische Aktien sind Korea Gas Corp. und die Pharma-Firma Suzuken.

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