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10.01.2002

19:00 Uhr

Wertentwicklungsanalyse: International anlegende Fonds

Samsung steht hoch im Kurs

Wer sein Geld Fondsmanager Murdo Murchison anvertraute, kann sich trotz schmerzhafter Kursabschläge an den Börsen über einem kleinen Gewinn freuen. Der Manager des Templeton Growth Fund liegt dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns von 2,46 % per Ende November unter 309 weltweit investierenden Aktienfonds auf Rang sechs; unter den zehn größten Fonds mit dieser Ausrichtung bedeutet das sogar den ersten Platz.

HB/vwd FRANKFURT/M. Gegenwärtig setzt der Fondsmanager der US-Investmentgruppe Franklin Templeton nach eigenen Angaben auf Aktien der in Hongkong ansässigen Immobiliengruppe Cheung Kong Holdings. Dieses Papier ist mit rund 2 % Fondsquote der größte Einzelwert im Portfolio. Ebenfalls höher investiert sei er beim koreanischen Elektronikkonzern Samsung Electronics, der britischen Handelsgruppe J. Sainsbury, dem Versorger Eni und der Shell Transport & Trading Company. Generell sucht Murchison nach unterbewerteten Aktien ("Value").

Für die Zukunft bleibt er skeptisch: "Viele Aktienbewertungen liegen derzeit weit über ihren Tiefstständen. Um das zu rechtfertigen, müssten die Firmen ein starkes Wachstum aufweisen. Sollten Zeitpunkt und Umfang der Erholung die Märkte enttäuschen, könnten die Börsen schnell auf die niedrigen September-Bewertungen zurückfallen." Besonders kritisch sieht Murchison Technologiewerte. "An der Nasdaq werden noch immer astronomische Kurs/Gewinn-Verhältnisse gehandelt. Angesichts der Überkapazitäten in vielen Branchen glauben wir nicht, dass die Gewinnsituation in diesem und dem kommenden Jahr die aktuellen Bewertungen stützen werden", resümiert er.

"Konjunkturaufschwung erst gegen Ende des zweiten Quartals"

Von einem "versöhnlichen Abschluss" des Jahres 2001 spricht Klaus Kaldemorgen, der mit dem DWS Vermögensbildungsfonds I dank eines moderaten Wertverlustes von 15,30 % unter den zehn größten internationalen Aktienfonds einen der vorderen Plätze belegt. Kaldemorgen von der zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörigen DWS rechnet mit "einem Konjunkturaufschwung erst gegen Ende des zweiten Quartals".

Auch er sucht seinen Angaben zufolge nach attraktiven Einzelaktien. In der Länderbetrachtung seien USA und Deutschland mit 42 % bzw. 13 % am stärksten berücksichtigt. Wichtigste Branchen seien derzeit Informationstechnologie mit einer Fondsquote von knapp 19 % sowie Finanzen mit fast 15 %. "In jüngster Zeit habe ich etwas stärker den Telekom-Aktien gekauft, vor allem in den USA", erklärt Kaldemorgen. Diese Titel kämen jetzt auf fast 9 % Fondsanteil.

Derzeit stellten Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor Manufacturing mit Quoten von jeweils fast 2 % die größten Einzelpositionen. "Mir war klar, dass bei einer Vorwegnahme des Wirtschaftsaufschwungs durch die Märkte diese klassischen Repräsentanten des Halbleiter-Sektors auf der Kaufliste der Investoren ganz oben stehen", sagt der DWS-Mann.

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