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11.02.2002

19:00 Uhr

Wertentwicklungsanayse der Aktienfonds mit offensiver Anlagepolitik

Merck Finck-Berater sucht Fondsperlen

Die europäischen Aktienmärkte bleibt unter Druck. Das macht auch das Geschäft für offensiv ausgerichtete Dachfonds nicht leichter.

HB/vwd/FRANKFURT/M. Als offensiv ausgerichtet gelten Dachfonds, die zwar grundsätzlich in alle Investmentfonds investieren können, aber bei Aktienfonds einen Schwerpunkt bilden.

Im vergangenen Jahr waren kaum Gewinne zu erzielen. Somit war ein Zwölf-Monats-Minus von 8,95 % für das Portfolio des Bankhauses Merck Finck & Co. ausreichend, um sich an die Spitze der Konkurrenz in dieser Anlagekategorie zu setzen. Ulrich Harmssen, vom Makler Pool Select Worpswede, berät bei Merck Finck den Dachfonds Trend Concept Fonds Select Systematic. Er sieht den Grund für die Wertentwicklung des Depots darin, dass auch in Nebenmärkte investiert wurde. Dazu gehörten Fonds mit den Anlageschwerpunkten Osteuropa, Asien (ohne Japan) sowie kleinere US-Firmen. "Natürlich verbietet sich auf Grund der Volatilität dieser Märkte eine zu große Gesamtgewichtung im Portfolio. Letztlich hat aber genau die frühzeitige Identifizierung dieser Märkte und deren Berücksichtigung durch entsprechende Fonds zum guten Abschneiden des Depots geführt", erläutert Harmssen. Der Berater will diese Strategie auch 2002 fortsetzen.

Zu den größten Werten im Depot gehöre der Griffin Eastern Europe Fonds mit 16,86 % Anteil, gefolgt von den nordamerikanischen Schwerpunktfonds US Small Cap Value der Investmentbank Merrill Lynch (12,96 %). Zurückhaltung übt der Fondsberater bei Depots mit Anlageschwerpunkt Japan: "Der Riese aus Fernost ist nach wie vor krank." Ein Ende der Krise sei nicht abzusehen.

Andreas Brandt, Fondsmanager der Investmentgesellschaft Union, verbuchte mit dem Dachfonds VR-Vermögenskonzept A 70 zum Jahresabschluss einen Zwölf-Monats-Verlust von minus 10,60 %. Damit belegt er den zweiten Platz in der Anlagekategorie der offensiven Dachfonds. Brandt begründet das Minus seines Depots mit den deutlichen Kursrückgängen an den Aktienmärkten im vergangenen Jahr.

Die ausgewählten Regionen des Fonds sind Europa mit 40 %, Nordamerika mit 38 % und daneben Fernost mit 17 %. Dabei sei der Schwerpunkt auf aktive Aktienfonds gelegt: "Wir erwarten, dass im Zuge einer im Jahresverlauf sich verbessernden Konjunkturlage breit diversifizierte Aktienfonds besser abschneiden werden als reine Blue-Chips-Fonds", meint Brandt.

Der überwiegende Anteil an festverzinslichen Wertpapieren bestehe aus europäischen Renten, wie zum Beispiel dem UniEuroRenta Corporates (mit 9,4 % der größte Einzelfonds in diesem Bereich). Zusätzlich erfolge eine Streuung über international ausgerichtete Rentenfonds mit einem Schwerpunkt im US-Dollar.

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