Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2003

19:55 Uhr

Westen der Elfenbeinküste

Rebellen unterzeichnen Waffenruhe

Die Rebellen im Westen der Elfenbeinküste haben am Montag einen Waffenstillstand mit der Regierung des westafrikanischen Landes geschlossen. In Lomé, der Hauptstadt von Togo, unterzeichneten Vertreter der beiden Rebellengruppen Populäre Bewegung der Elfenbeinküste Großwest (MPIGO) und Bewegung für Gerechtigkeit und Frieden (MJP) eine entsprechende Vereinbarung.

HB/dpa LOME/PARIS. Der togolesische Präsident Gnassingbe Eyadema habe für die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas an der Zeremonie teilgenommen.

Vertreter der Rebellengruppen wollen an diesem Mittwoch zu Friedensgesprächen nach Paris reisen. Frankreich, ehemalige Kolonialmacht des weltgrößten Kakoanbaustaates, hat den Friedensgipfel vermittelt, bei dem die Kontrahenten zu einer Lösung kommen sollen. Mehr als 2500 französische Soldaten überwachen die bereits im Oktober zwischen der Regierung und der größten Rebellengruppe, der Patriotischen Bewegung der Elfenbeinküste (MPCI), vereinbarte Waffenruhe, die bereits mehrmals gebrochen wurde.

Die MPCI hatte ihre Teilnahme an den Friedensgesprächen bereits zugesagt. Die Rebellen fordern den Rücktritt des Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, dem sie vorwerfen, den inzwischen von der MPCI kontrollierten moslemischen Norden des Landes zu unterdrücken.

Seit Beginn der Kämpfe im vergangenen September sind mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Die UN-Sonderbeauftragte Carolyn McAskie sagte am Montag in Genf, auf einen Spendenaufruf der Vereinten Nationen vom Dezember für 15,9 Millionen Dollar Soforthilfe hätten die Geberländer kaum reagiert. Die Vereinten Nationen seien über das Schicksal der Zivilbevölkerung sehr besorgt. Es gebe Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×