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22.01.2001

16:21 Uhr

ap BONN. Die Telekom will ab April 34 % mehr Miete, wenn sie ihren Konkurrenten die Leitung zwischen Vermittlungsstelle und Kunden überlässt. Wie die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post am Montag in Bonn mitteilte, ging der Antrag der Telekom am Freitag ein. Er werde den Wettbewerbern zur Stellungnahme zugeleitet. Die Behörde muss ihre Entscheidung binnen zehn Wochen fällen.

Bisher erhält die Telekom neben einmaligen Anschaltgebühren von bis zu 337 DM monatlich 25,40 DM netto von ihren Konkurrenten, wenn diese nicht selbst Telefonkabel in der Erde vergraben, sondern für die "letzte Meile" zum Kunden die vorhandenen Leitungen der Telekom nutzen wollen. Die Regelung für die so genannte Teilnehmeranschlussleitung läuft Ende März aus. Die Telekom hat bei der Regulierungsbehörde einen neuen Mietpreis von 34,03 DM netto und einmalige Anschlussgebühren bis zu 357 DM beantragt.

Der Bundesverband der regionalen und lokalen Telefongesellschaften (breko) nannte die Forderung der Telekom bei weitem überzogen. Er wies darauf hin, dass Telekom-Kunden für einen Analoganschluss lediglich 21,40 DM zahlen müssten. Schon der bisher für die Wettbewerber geltende Mietpreis von 25,40 DM sei zu hoch. Es sei kein Zufall, dass nach wie vor 98 % aller Ortsnetzanschlüsse bei der Telekom lägen, obwohl es an die 100 weitere Anbieter gebe, kritisierte der Verband. Nach Vorstellung von breko sollte die letzte Meile für zwölf DM im Monat zu mieten sein.



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