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02.01.2001

19:00 Uhr

SEATTLE. Der US-Flugzeughersteller Boeing Co. führt Verhandlungen mit dem japanischen Konzern Mitsubishi Heavy Industries Ltd. über die Produktion der Tragflächen für das neue Modell 747X. Die Gespräche könnten innerhalb von 90 Tagen zu einem Abschluss führen, heißt es aus Unternehmenskreisen. Andere Optionen, etwa die Erhöhung des Anteils japanischer Zulieferer am Bau der Jumbo-Jets von Boeing, würden geprüft, seien aber weniger wahrscheinlich.



Keines der beiden Unternehmen wollte die Gerüchte kommentieren. Die japanische Tageszeitung "Nihon Keizai Shimbun" hatte gemeldet, dass Mitsubishi Heavy Industries sich mit 874 Mill. $ an den Entwicklungskosten für den 747X-Jumbo, einer größeren Version des 747-400 mit höherer Reichweite, beteiligen wird.



Widerstand der Experten erwartet

Sollte die Kooperation zustande kommen, würde Boeing zum ersten Mal die Produktion von Tragflächen auslagern. Die Flügel gelten im Flugzeugabau als besonders hochwertige Produktionsleistung. Experten erwarten Widerstand von Seiten der Gewerkschaften in den USA.



Ein Sprecher von Airbus Industrie hat sich enttäuscht über die angeblichen Fortschritte des Konkurrenten in der Zusammenarbeit mit japanischen Produzenten geäußert. Auch die Europäer strebten für ihr neues Superflugzeug A380 die Zusammenarbeit mit japanischen Zulieferern an. Airbus werde die Suche nach einem Kooperationspartner in Japan nicht aufgeben, selbst wenn die Gespräche zwischen Mitsubishi und Boeing zu einem erfolgreichen Abschluss führen sollten.

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