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29.01.2003

14:21 Uhr

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Wie sich die Sprache der Märkte verändert

Bank- und Börsenfreaks sollten ihren Sprachschatz permanent durch Dictionaries laufend ergänzen, denn auch die Sprache der Finanzmärkte verändert sich mit jedem Tag.

Im Zeitalter der Globalisierung und grenzüber-schreitender Firmenfusionen breiten sich jetzt synthetische Worte aus. Jüngstes Beispiel: Aus dem bei Anlegern beliebten und durch seine Marken berühmten US-Konzern Philip Morris ist "Altria" geworden. Das erinnert uns doch an heimische Unternehmensnamenschöpfungen wie Aventis, Novartis, Infineon oder Eon.

Finanzjournalisten wurden bis in die 80er Jahre hinein wegen der Börsenfachsprache - damals noch deutsch geprägt - von Kollegen verspottet. Denn die schüttelten ihre Köpfe, wenn sie "Tendenz leichter" oder "Kurse befestigt" lasen.

Außerdem erhielten viele Firmen auf dem Parkett besondere Namen, basierend auf der Unternehmensgeschichte oder den Produkten: Hoechst wurden "Farben" genannt, Mannesmann hießen "Röhren". Später wurden die Begriffe des Investment Bankings aus Amerika importiert.

Und als die Frankfurter, später Deutsche Börse auf internationalen Kurs ging, begann auch das Zeitalter von Xetra und Prime Standard. Die Deutsche Bank gibt mittlerweile ein eigenes Magazin ihres "X-markets-Teams" heraus. Inhalt: Derivate, Daytrading, Warrants und Waves.

Wie lange wird?s noch Siemens, Bayer und Henkel geben? Institutionen wie Coca-Cola werden wohl auch noch in 10 Jahren auf dem Kurszettel stehen.

Nebenbei: "Coke", so behaupten amerikanische Statistiken, steht auf der Bekanntheitsskala von Worten weltweit an zweiter Stelle - hinter "o.k".

Bei Ihnen alles o.k. ? - Bis morgen!

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