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01.02.2001

15:37 Uhr

Reuters STUTTGART. Der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) hat im vergangenen Geschäftsjahr den eigenen Erwartungen entsprechend einen niedrigeren Gewinn erwirtschaftet. Wie vorhergesagt sei der Ertrag vor Steuern nach vorläufigen Zahlen um 18,7 % auf 222 Mill. Euro gefallen, teilte der Konzern am Donnerstag in einem Aktionärsbrief mit. Beim Jahresüberschuss habe mit 93 Mill. Euro ein Minus von 7,9 % zu Buche geschlagen. Die Bilanzsumme habe voraussichtlich mit 52,8 Mrd. Euro den Vorjahreswert um 1,9 Mrd. Euro übertroffen. Für das laufende Jahr zeigte sich der Konzern optimistisch.

Bei den Bausparkassen des Konzerns - dazu gehören Wüstenrot, Leonberger und Wüstenrot Prag - sei das Neugeschäft im vergangenen Jahr um 13,7 % auf 8,2 Mrd. Euro gesunken, gab der Konzern seinen Aktionären bekannt. Vor allem im inländischen Geschäft müsse man beim Vergleich mit dem Vorjahr aber den Neugeschäftsboom im ersten Halbjahr 1999 berücksichtigen. Infolge der allgemein schwachen Marktverfassung seien die Wohnungsfinanzierungen der Wüstenrot Bank und der Wüstenrot Hypothekenbank in den ersten beiden Quartalen deutlich weniger nachgefragt worden. Mit einem Betriebsergebnis von 122 Mill. Euro in dieser Sparte werde der Wert des Vorjahres um 20,8 % verfehlt.

Gestiegene Beiträge für Schadens- und Unfallversicherungen

In der Schadens- und Unfallversicherung seien hingegen die gebuchten Bruttobeiträge um 15,5 % auf 1,9 Mrd. Euro erhöht worden, hieß es. Das versicherungstechnische Ergebnis sei hier um rund ein Viertel auf Minus 86 Mill. Euro weiter in die roten Zahlen gerutscht. In der Lebensversicherung seien die gebuchten Neubeiträge um 34,1 % auf 302 Mill. Euro gefallen. Insgesamt hätten sich die Bruttobeiträge leicht auf 1,34 Mrd. DM erhöht. Der Gewinn habe hier um ein Fünftel auf 42 Mill. Euro zugenommen.

Die Verknüpfung der Vertriebswege zwischen den einzelnen Konzern-Töchtern sei gut angelaufen, teilte W&W ferner mit. Dies werde im laufenden Jahr zu einer spürbaren Geschäftsbelebung beitragen. Nach früheren Angaben will der Konzern im Jahr 2001 im Falle einer positiven Zinsentwicklung den Gewinn steigern.

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