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15.01.2003

15:18 Uhr

„Willkürliche Maßnahme mit rein fiskalischem Ziel“

Verband: Dienstwagensteuer gefährdet tausende Stellen

Die von der Bundesregierung geplante Anhebung der Steuerpauschale für die private Nutzung von Dienstwagen auf 1,5 von einem Prozent könnte nach Einschätzung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) "bedeuten, dass 10. 000 Arbeitsplätze gefährdet würden".

vwd BERLIN. Bei einer Anhörung zu den Steuerplänen im Finanzausschuss des Bundestags warnte der Verband davor, dass für die Industrie mit einer Anhebung der Pauschale ein Umsatzausfall von zwei bis drei Mrd. Euro verbunden sei. Weil neun von zehn Dienstwagen aus deutscher Produktion stammten, träfe die Maßnahme "deutsche Unternehmen mit aller Härte", warnte der VDA weiter.

Es stelle sich die Frage, warum eine Regelung kommen solle, die eigentlich nur zum Nachteil der deutschen Automobilindustrie gereiche. In Deutschland gibt es nach Angaben des VDA vier Millionen Firmenwagen, deren durchschnittlicher Anschaffungspreis 23 000 Euro beträgt. Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) sagte voraus, mit der Regelung werde ein Ausweichen in günstigere Fahrzeuge eintreten. Die Erhöhung wurde vom BFB als "eine willkürliche Maßnahme mit rein fiskalischem Ziel" abgelehnt.

Die geplante Rückwirkung der Erhöhung stuften Verbandsvertreter als "verfassungsproblematisch" ein. Der BFB verlangte außerdem, anstatt des Listenpreises künftig den tatsächlichen Anschaffungspreis zur Grundlage der Besteuerung zu machen.

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