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14.01.2008

15:04 Uhr

tor WASHINGTON. Obwohl sich die demokratischen Bewerber um das Weiße Haus in den meisten wirtschaftspolitischen Fragen einig sind, gibt es doch interessante Unterschiede. So lassen sich zwischen Hillary Clinton und Barak Obama durchaus Akzentunterschiede in ihrem Verständnis der Wirtschaft feststellen. Während Clinton stärker auf traditionelle Rezepte sozialdemokratischer Wirtschaftspolitik setzt, zeigt sich bei Obama eine Skepsis gegenüber der Allmacht des Staates. Das macht ihn allerdings noch lange nicht zu einem Marktliberalen europäischer Prägung.

Deutlich werden die Akzentunterschiede zwischen den beiden führenden Demokraten in der Gesundheitspolitik. Clinton besteht auf einer staatlichen Pflichtversicherung für alle Amerikaner. Obama will nur die Kinder pflichtversichern und vertraut ansonsten darauf, dass staatliche Anreize ausreichen, den Rest der Bevölkerung von der Notwendigkeit einer Krankenversicherung zu überzeugen. Auch bei den Hilfen für notleidende Hausbesitzer will die frühere First Lady einen Schritt weitergehen als ihr schärfster Rivale.

Obama plädiert für direkte Zuschüsse, Clinton will darüber hinaus ein befristetes staatliches Verbot für Zwangsvollstreckungen und einen längeren Zinsstopp für variable Baudarlehen verhängen. Am stärksten setzt sich John Edwards von seinen Konkurrenten ab. Er fordert nicht nur einen protektionistischen Schutzwall gegen die seiner Meinung nach unfaire Konkurrenz aus Billiglohnländern wie China. Er macht im Inland auch gegen die Öl- und Pharmakonzerne Front. Trost für die Wirtschaft: Edwards werden kaum Chancen auf die Präsidentschaft eingeräumt.

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