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22.06.2000

12:00 Uhr

Wirtschaftlicher Misserfolg der Weltausstellung erwartet

HB-Business-Monitor: Expo zahlt sich für Firmen nicht aus

Nur drei von zehn Top-Managern erwarten, dass sich Investitionen in die Weltausstellung lohnen.

Die führenden deutschen Manager erwarten mehrheitlich keine positiven Auswirkungen der Weltausstellung Expo 2000 für Unternehmen in Deutschland. Nur drei von zehn Top-Managern (30%) gehen davon aus, dass sich die deutschen Investitionen in die Expo auszahlen werden. Dies ergab der Handelsblatt Business-Monitor (Freitagausgabe), eine repräsentative Umfrage unter Führungskräften der deutschen Wirtschaft. Etwa doppelt so viele (57 %) hingegen rechnen damit, dass sich die Expo-Investitionen für die deutschen Firmen nicht auszahlen werden.



Besonders vertreten wird die Skepsis in mittleren und Großunternehmen (62 %), im Baugewerbe (62 %) und von jüngeren Führungskräften (62 %). Die Hoffnung, die deutschen Investitionen werden sich am Ende für die heimische Wirtschaft auszahlen, ist am ehesten in der Dienstleistungsbranche (40 %) verbreitet. Unter den Managern der Unternehmen im Osten der Bundesrepublik hält man sich noch überdurchschnittlich stark mit einer Bewertung in dieser Frage zurück - jeder Fünfte (20 %) mag sich offenbar nicht festlegen bzw. wartet noch die weitere Entwicklung ab.



Ungünstig fällt auch die Prognose des Top-Managements zum Ergebnis der Expo in (betriebs-)wirtschaftlicher Hinsicht aus. Nur gut jeder zehnte Manager (11 %) erwartet einen wirtschaftlichen Erfolg der Expo, 85% der Spitzenkräfte rechnen mit einem Misserfolg.



Nur knapp die Hälfte der Führungskräfte (44 %) geht gegenwärtig davon aus, dass die Expo 2000 das Ansehen Deutschlands im Ausland verbessern wird. Mit 50% ist genau die Hälfte in der Beurteilung der Resonanz der Expo eher zurückhaltend - sie erwarten keine Auswirkungen auf das Image Deutschlands in der Welt. Diese Einschätzung vertritt man vor allem bei Großunternehmen (61 %), am wenigsten im Bereich Handel, Verkehr, Nachrichtenübermittlung (33 %).



Der Handelsblatt Business-Monitor Im Auftrag des Handelsblatts führt das Psephos-Institut für Wahlforschung und Sozialwissenschaft Befragungen eines repräsentativen Panels von Führungskräften der Wirtschaft in Deutschland durch. Diese werden - mit Ausnahme der Sommerpause - monatlich durchgeführt. Im Rahmen des Business-Monitors im Juni wurden vom Psephos-Telefonstudio, Hamburg, 802 Führungskräfte in der Zeit vom 5. bis 19. Juni 2000 mit einem standardisierten Fragebogen befragt. Auf Grund der Stichprobenanlage ist die Befragung repräsentativ

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