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24.02.2002

16:36 Uhr

Wirtschaftsprüfer beauftragt

Dresdner rechnet mit 80 Millionen-Verlust in Argentinien

Die Dresdner Bank rechnet einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge mit einem Totalverlust ihres Engagements bei der argentinischen Banco General de Negocios (BGN).

dpa FRANKFURT. Es gehe um 80 Millionen Euro (156,5 Mio DM), die bereits in den Büchern der Dresdner Bank Lateinamerika zurückgestellt seien, berichtete das Blatt in seiner neuen Ausgabe.

Banksprecher Torsten Albig wollte sich am Samstag in Frankfurt nicht zu konkreten Summen äußern, bestätigte aber, dass sein Institut bereits im Jahresabschluss 2001 hinreichend Vorsorge getroffen habe.

Die Justiz ermittelt gegen BGN-Verantwortliche unter anderem wegen Geldwäsche und Beihilfe zur Kapitalflucht. Im Zentrum stehen der frühere Vizepräsident Carlos Rohm und sein flüchtiger Bruder José.

Zur von der argentinischen Staatsanwaltschaft angestrebten Zeugenaussage des Dresdner-Vorstandssprechers Bernd Fahrholz sagte Albig: "Wir sind die Geschädigten und unterstützen die Ermittler nach Kräften." Nach den Worten des ermittelnden Staatsanwalts Luis Coparatore gebe es erste Erkenntnisse, dass Fahrholz und seine Verwaltungsratkollegen von den Transaktionen der Rohm-Brüder gewusst hätten.

Nach "Spiegel"-Angaben hat die Dresdner Bank gemeinsam mit den anderen BGN-Anteilseignern Credit Suisse Group und JP Morgan Chase & Co. eine Wirtschaftsprüfergesellschaft beauftragt.

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