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29.01.2001

15:53 Uhr

Wirtschaftsprüfer stellten Minus bei Concept fest

Datasave mit höherem Verlust im Geschäftsjahr 2000

Die Softwarefirma ist auf Grund verzögerter Millionenaufträge und durch Rückstellungen bei steigendem Umsatz tiefer in die Verlustzone gerutscht.

Reuters FRANKFURT. Der Konzernjahresfehlbetrag habe sich auf 4,1 Mill. DM belaufen nach einem Verlust von 1,7 Mill. DM im Rumpfgeschäftsjahr 1999 (1. Januar bis 30. September), teilte der Anbieter von Software zur Steuerung von Geschäftsprozessen am Montag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Den Umsatz bezifferte die Gesellschaft auf 29,1 (Vorjahr: 14,4) Mill. DM. Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte Finanzvorstand Thorsten Jansen das Umsatzziel von rund 120 Mill. DM und nannte ein Vorsteuerergebnis (Ebit) von rund fünf bis sechs Mill. DM. Die am Neuen Markt notierten Datasave-Aktien lagen am Nachmittag über zehn Prozent im Minus bei 11,70 Euro.

Jansen führte den Verlust neben den gebildeten Rückstellungen und Wertberichtigungen insbesondere auf die Verschiebung zweier Aufträge im Wert von zusammen etwa zwei Mill. DM zurück. Die beiden Aufträge seien zwar mittlerweile unterschrieben worden, hätten aber wegen der Verzögerung nicht mehr im abgelaufene Geschäftsjahr verbucht werden können, sagte der Finanzvorstand der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem seien wegen möglicher Steuernachzahlungen Rückstellungen in Höhe von 600 000 DM gebildet worden. Außerdem sei von Wirtschaftsprüfern bei der 1999 zugekauften Tochter Concept ein Verlust von 700 000 DM festgestellt worden. Jansen zeigte sich jedoch zuversichtlich, 50 bis 70 % des Concept-Verlustes erstattet zu bekommen, da ein solcher Fall im Übernahmevertrag geregelt sei.

Datasave teilte weiter mit, seinen Anteil an der Hamburger Zapwerk AG zum Preis von 2,5 Mill. Euro auf 19,57 % von zuvor 9,42 % erhöhen zu wollen. Das Geld solle durch eine bereits beschlossene Kapitalerhöhung aufgebracht werden, hieß es. In den kommenden Wochen solle die Beteiligung dann auf rund 60 % aufgestockt werden. Die Zapwerk AG, die Intranetsoftware für kleine und mittlere Unternehmen produziert, ist nach Angaben des Finanzvorstandes eine ideale Ergänzung für die zu Datasave gehörende Comline GmbH, die kleinere und mittlere Softwarehäuser mit Know-How beliefert. Durch die Zusammenlegung der Vertriebskanäle beider Unternehmen seien Vertriebsersparnisse in der Größenordnung von 30 bis 40 % des Zapwerk-Umsatzes von etwa fünf Mill. DM möglich, sagte Jansen.

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