Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.11.2016

13:42 Uhr

Wissenschaftliche Studie

Warum Trolle nicht nur nerven, sondern gefährlich sind

VonTina Halberschmidt

In einer wissenschaftlichen Studie wurde bestätigt, was viele schon geahnt haben: Trolle vergiften das Diskussionsklima bei Twitter und sind ein wichtiger Grund für die Einbahnkommunikation vieler Politiker.

Trolle haben nur ein Ziel: Sie wollen jede sachliche Kommunikation unterbinden.

Gefahr für die Debattenkultur

Trolle haben nur ein Ziel: Sie wollen jede sachliche Kommunikation unterbinden.

DüsseldorfTrolle, das sind fiese Gestalten, die sich bei Facebook, Twitter und Co. herumtreiben. Ihr Ziel: jede sachliche Argumentation zerstören. Damit nerven Trolle nicht nur. Nein, tatsächlich sind sie eine Gefahr für die politische Diskussion.

Das wurde jetzt sogar wissenschaftlich bestätigt: Gemeinsam mit ihren Kollegen haben zwei Mannheimer Sozialforscher in einer international vergleichenden Studie herausgefunden, dass Politiker bei Twitter die Diskussion mit den Bürgern meiden, um nicht zur Zielscheibe für Trolle zu werden. Um den Einfluss von Trollen auf politische Debatten zu untersuchen, hatten die Mannheimer die Twitter-Kommunikation von Europawahlkandidaten und deren Diskussionspartnern ausgewertet.

Twitter

Drastische Stellenkürzungen

Twitter: Drastische Stellenkürzungen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Am Ende waren die Wissenschaftler überzeugt: Troll-Attacken sind ein wichtiger Grund für die Einbahnstraßenkommunikation vieler Politiker. Das Diskussionsklima bei Twitter sei geradezu „vergiftet“, schreiben sie. Warum solle sich also ein viel beschäftigter Abgeordneter auf Diskussionen einlassen, wenn dies nur Boshaftigkeiten, Hass oder Häme zur Folge habe? Gleichzeitig bedauern die Forscher, dass das „Potenzial von Twitter als Diskussionsmedium deswegen ungenutzt bleibe“.

Tatsächlich hat Twitter gerade eine härter Gangart gegen Mobbing angekündigt. Unter anderem werde es einfacher, Missbrauch zu melden, kündigte Firmenchef Jack Dorsey am Dienstag an.

Was meinen Sie - was sollte Twitter (noch) gegen Trolle unternehmen? Diskutieren Sie mit auf unserer Facebook-Seite.

Die Kolumne „Netz-Bubble“ erscheint immer mittwochs im Handelsblatt Morning Briefing.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

18.11.2016, 13:34 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

Aber immer gerne, dafür gebe ich und Herr von Horn uns richtig Mühe.
Nicht einfach den ganzen Tag zu allen Artikeln Kommentare zu schreiben.
Da muss man schon einen breit aufgestellten Sachverstand haben. Danke

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×