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19.01.2001

18:55 Uhr

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Wochenendrally gestoppt

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Die Wochenendrally scheint erst einmal gestoppt. Zwar erwarteten Anleger nach den durchweg positiven Quartalszahlen vom Donnerstag grünes Licht für einen positiven Tag. Doch die Indizes sind sich nicht einig und tendieren uneinheitlich. Dem Technologieindex Nasdaq ging nach den Kurssteigerungen der vergangenen Woche die Luft aus. Er notiert nur minimal im Plus. Die positiven Ergebnismeldungen sind zum größten Teil schon eingepreist. Zum Mittag notiert der Dow Jones Index nach einen positiven Tagesauftakt im Minus.

Positive Kommentare zum Markt kommen vonGoldman Sachs. Das Analystenhaus ändert eine Anlagestrategie zu Gunsten von Aktien. Die Strategen erwarten innerhalb der nächsten zwölf Monate einen 23-prozentigen Kursschub. Der Computersektor, allen voran IBM, notiert zum zweiten Tag in Folge nach guten Ergebnismeldungen positiv. Chipwerte stehen jedoch nach den mageren Ergebnissen von Altera unter Druck.



Nach unten gezogen wird der Dow Jones Index vor allem vom Einzelhändler Home Depot. Erneut sind hohe Energiepreise, die abkühlende US-Wirtschaft und schlechtes Wetter der Grund für eine Gewinnwarnung. Die größte Baumarktkette in den USA warnte am Morgen, dass die Konsensschätzungen von 24 Cents pro Aktie nicht erreicht werden. Ein Ergebnis von 20 Cents Gewinn pro Aktie sei wahrscheinlicher.



Der sowohl im Dow als auch an der Nasdaq notierte Softwareriese Microsoft hingegen versucht die beiden Indizes in die Gewinnzone zu bringen und notiert zum Mittag mit rund acht Prozent im Plus. Das Unternehmen hatte die Konsensschätzungen von 47 Cents Gewinn pro Aktie getroffen. Zwar warnte Microsoft, dass die Prognosen von 44 Cents Gewinn pro Aktie im laufenden Quartal auf Grund der nachlassenden PC-Nachfrage nicht erfüllt werden. Analysten jedoch stört das wenig. Das Brokerhaus Prudential stuft das Papier ebenso wie CIBC World Markets weiterhin mit "kaufen" ein. CIBC reduziert jedoch das Kursziel um acht auf 58 Dollar.



Die Fusion des Internet-Service Anbieters AOL mit Time Warner ist nun genau eine Woche alt. Das Unternehmen will nun bis zu fünf Milliarden Aktien zurückkaufen. Außerdem sollen bis zu zehn Milliarden Dollar an Anleihen ausgegeben werden. Das Papier kann bis zum Mittag um rund sechs Prozent steigen.



Liebling des Marktes ist auch Nortel Networks. Der kanadische Netzwerk- und Telefonhersteller konnte zwar die Konsensschätzungen mit einem Gewinn von 26 Cents pro Aktie erfüllen. Der Ausblick für das laufende Quartal sind durchaus positiv. Nortel geht von einem Umsatzwachstum von 30 Prozent aus.



Der Serverhersteller Sun Microsystems ist dagegen hauptsächlich für den minimalen Punktgewinn im Nasdaq Index verantwortlich. Ebenso wie Nortel kann das Unternehmen die Prognosen von 16 Cents Gewinn pro Aktie erfüllen, der Ausblick für das laufende Quartal ist jedoch getrübt. Das Management geht davon aus, dass der Umsatz den des Vorjahresquartals nicht übersteigen wird. Das Analystenhaus UBS Warburg senkte das Kursziel um 25,50 Dollar auf 42 Dollar. JP Morgan hingegen bestätigt die Einstufung des Papiers mit "kaufen".



Honoriert werden auch die positiven Zahlen des Internetauktionsdienstes eBay, der mit rund sieben Prozent im Plus notiert und die Ergebnisse von Commerce One, die dem Wert einen Gewinn von 23 Prozent bescheren. Commerce One konnte mit einem Verlust von fünf Cents die Prognosen um zwei Cents schlagen und hat die Prognosen für 2001 deutlich angehoben.



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