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28.01.2007

16:13 Uhr

World Economic Forum

Neuer Anlauf für Welthandelsgespräche

Die seit sechs Monaten auf Eis liegenden Welthandelsgespräche sollen wieder aufgenommen werden. Beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos äußerten sich führende Politiker aus der EU, den USA und den Entwicklungsländern zuversichtlich, trotz bestehender Hindernisse eine Einigung zu erzielen.

Der britische Premierminister Tony Blair. Foto: ap

Der britische Premierminister Tony Blair. Foto: ap

HB DAVOS. Am Montag sollen Unterhändler am Sitz der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf über das weitere Vorgehen beraten. Die Gespräche über eine Liberalisierung des Welthandels waren im Juli unter anderem am Streit über Agrarsubventionen gescheitert.

Der britische Premierminister Tony Blair sagte am Samstag in Davos, eine Einigung sei nun wahrscheinlicher als ein Scheitern der Gespräche. Allen Beteiligten sei zunehmend klar, was für schlimme Konsequenzen ein Scheitern hätte. Es sei jedoch alles andere als eine ausgemachte Sache, in einigen Monaten ein Ergebnis zu Stande zu bringen.

WTO-Chef Pascal Lamy erklärte, Handelsminister aus 30 Staaten stimmten darin überein, dass die Zeit reif sei, wieder voll in die Handelsgespräche einzusteigen. Alle Beteiligten hätten Kompromissbereitschaft angedeutet und von Fortschritten in bilateralen Verhandlungen berichtet. "Ich denke, wir sind wieder im Geschäft", sagte auch EU-Handelskommissar Peter Mandelson.

Eine Einigung bei den Gesprächen würde von den USA weitere Kürzungen der Agrarsubventionen verlangen. Die EU und einige Schwellenländer wie Indien müssten niedrigere Agrar-Importzölle akzeptieren und die Entwicklungsländer müssten als Gesamtheit die Abgaben auf Industriegüter senken. Die US-Handelsbeauftragte Susan Schwab äußerte sich vorsichtig optimistisch.

Der Schwerpunkt der Gespräche werde jetzt darin liegen, wie einzelne Agrarprodukte behandelt werden sollten und nicht so sehr auf allgemeinen Obergrenzen, auf die sich die Staaten nicht hätten einigen könne. Auf diese Art und Weise erhielten die USA eine klarere Vorstellung von den Vorteilen einer Einigung.

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