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03.07.2000

10:35 Uhr

Worldcom zeigt unklarer Strategie im Mobilfunk-Bereich

Gemeinsame UMTS-Bewerbung von Debitel/Worldcom gescheitert

Gespräche über eine gemeinsame Bewerbung von US-Telekomanbieter Worldcom und Swisscom-Tochter Debitel sind gescheitert. Swisscom will sich fortan wieder dem deutschen Telekom-Markt zuwenden.

Reuters FRANKFURT. Die Gespräche zwischem dem US-Telekomanbieter WorldCom und der Swisscom sowie deren Tochter Debitel über eine Allianz für die UMTS-Mobilfunkversteigerung in Deutschland sind Angaben aus Branchenkreisen zufolge gescheitert. Die Branchenkreise bestätigten am Montag in Frankfurt damit teilweise einen Bericht der Schweizer "SonntagsZeitung". Man habe sich nach der vorerst gescheiterten Fusion von Worldcom mit dem US-Konkurrenten Sprint nicht auf eine gemeinsame Linie einigen können, hieß es in den Kreisen. Zudem wurde über eine unklare Strategie Worldcoms im Mobilfunk berichtet.

Die "SonntagsZeitung" nannte als Grund für den Rückzieher Worldcoms die Bedenken der Wettbewerbsbehörden gegen eine Fusion mit Sprint. Das binde die Aufmerksamkeit der WorldCom-Führung, schrieb die Zeitung. Das Ende der Gespräche soll Swisscom dazu veranlasst haben, sich wieder der deutschen Mobilcom zuzuwenden, berichtete die Zeitung. Die angebliche Wiederannäherung zwischen Swisscom/Debitel und Mobilcom wurde hingegen in den Branchenkreise als eher unwahrscheinlich beurteilt.

Gemeinschaftsunternehmen scheiterte an Führungsfrage

Die Swisscom-Tochter Debitel hatte mit Mobilcom bereits eine Gemeinschaftsunternehmen für das UMTS-Mobilfunkgeschäft gegründet. Die Allianz war im Frühjahr jedoch an der Frage der unternehmerischen Führung gescheitert. Swisscom/Debitel hatten auf der Mehrheit bestanden. Mobilcom hatte im Anschluss eine Kapitalbeteiligung mit France Telecom vereinbart und so dem Pariser Konzern den Markteintritt in Deutschland ermöglicht.

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