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28.01.2002

10:38 Uhr

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WTC-Überlebender bei Anschlag in Jerusalem verletzt

Am 11. September schaffte er es knapp, aus dem World Trade Center zu fliehen. Jetzt wurde Mark Sokolow erneut Opfer eines Anschlags.

dpa JERUSALEM. Ein Amerikaner, der den Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. September knapp überlebte, ist bei dem Selbstmordanschlag einer Palästinenserin am Sonntag in Jerusalem zusammen mit seiner Familie verletzt worden. Vor viereinhalb Monaten schaffte es der aus Long Island bei New York stammende Mark Sokolow in letzter Minute, sich aus dem 38. Stock des südlichen Turms des World Trade Centers ins Freie zu retten.

Am Sonntag wurde er erneut in ein Attentat verwickelt. Wenige Sekunden, nachdem er einen Schuhladen in der Jaffastraße verlassen hatte, zündete die Attentäterin die Bombe, die sie in einer Tasche bei sich trug. Der 43-Jährige, seine Frau und seine zwei Töchter erlitten leichtere Verletzungen durch Metallsplitter der Bombe.

Sokolow, ein amerikanischer Jude, wollte mit seiner Familie eine Tochter besuchen, die zur Zeit in Israel studiert. "Eigentlich wollten wir unseren Familienurlaub anderswo verbringen", sagte Sokolow. Doch nach den Ereignissen vom 11. September habe er sich bewusst für Israel entschieden, berichtete die israelische Presse am Montag.

Die Stadtverwaltung Jerusalems hatte die von zahlreichen Anschlägen heimgesuchte Jaffastraße im vergangenen Jahr für kurze Zeit in "New York Straße" umbenannt, um damit ihre Solidarität mit der US-Metropole auszudrücken.

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