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18.02.2002

09:52 Uhr

Yen kurzzeitig durch Irritationen über Bush-Äußerung belastet

Bushs Nuscheln drückt kurzzeitig Yen-Kurs

Irritationen über eine Äußerung von US-Präsident George W. Bush haben den Yen am Montag an den fernöstlichen Devisenmärkten kurzzeitig belastet. Bush hatte nach einem Treffen mit Japans Ministerpräsident Junichiro Koizumi gesagt, er habe mit diesem unter anderem auch über das Thema "Abwertung" (devaluation) gesprochen.

Reuters TOKIO. Daraufhin fiel der Yen zum Dollar auf Kurse um 132,80 Yen. Die japanische Währung erholte sich aber wieder, nachdem ein hochrangiger Vertreter des US-Präsidialamts klargestellt hatte, dass Bush und Koizumi vielmehr über das Thema "Deflation" (deflation) gesprochen hätten. Gegen 07.30 Uhr MEZ notierte der Yen zum Dollar wieder mit 132,61/66 Yen nach einem New Yorker Schlusskurs am Freitag von 132,57 Yen.

Der Euro notierte zum Yen mit 115,77/83 Yen nach einem Schlusskurs in New York von 115,76 Yen. Zur US-Valuta behauptete sich die europäische Gemeinschaftswährung mit Kursen von 0,8729/34 Dollar auf dem Niveau ihres New Yorker Schlusskurses von 0,8732 Dollar.

Koizumi hatte nach dem Treffen mit Bush seine Entschlossenheit bekräftigt, den eingeschlagenen Reformkurs unbeirrt weiter zu verfolgen. "Ich werde die Zügel bei der Strukturreform nicht locker lassen", sagte der japanische Ministerpräsident. Er werde alle möglichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Deflation und zur Vermeidung einer Finanzkrise ergreifen.

Nach Einschätzung von Händlern wachsen an den Märkten jedoch die Zweifel am Erfolg der japanischen Regierung bei der Belebung der Wirtschaft. "Die Hoffnungen auf Maßnahmen zur Bekämpfung der Deflation mögen hoch sein, aber wenn man nicht einmal bei der Regierung selbst einen Konsens sieht, könnten meiner Ansicht nach solche Erwartungen vergeblich sein", sagte Toru Umemoto, Devisenstratege bei Morgan Stanley in Japan.

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