Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.04.2003

14:14 Uhr

Zach: „Wir sind bereit“

Kölner Haie träumen wieder vom Titel

Mit dem 3:2 (1:0, 0:1, 2:1) im dritten Playoff-Finale gegen den rheinischen Rivalen verkürzte der achtfache Meister in der "Best of Five"-Serie auf 1:2 und wahrte seine letzte Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Niklas Sundblad von den Haien. Foto: dpa

Niklas Sundblad von den Haien. Foto: dpa

HB/dpa KÖLN. "Uns erwartet ein hartes Match", sagte Haie-Trainer Hans Zach vor dem vierten Duell an diesem Samstag (18.30 Uhr/Premiere live) in Krefeld, "aber wir sind bereit. Für Krefeld wird es schwer, weil sie jetzt unter Druck stehen."

Die Krefelder wollen sich trotz der Kampfansage aus Köln in der Rheinlandhalle die zweite Chance nicht nehmen lassen und vor eigenem Publikum den ersten Titelgewinn seit 51 Jahren perfekt machen. "Diese Niederlage wirft uns nicht um", meinte Trainer Butch Goring nach der ersten Niederlage im siebten Saisonspiel gegen die Kölner. Sollten die Haie in Krefeld gewinnen, wird die Finalserie erst im fünften Spiel am Ostermontag (14.30/Premiere live) in Köln entschieden.

"Es war unsere Pflicht, zu gewinnen", sagte der Kölner Stürmer Robert Hock, der vor 18 610 Zuschauern in der ausverkauften Kölnarena das vorentscheidende 2:1 erzielte. Nach Kölns Führung durch Kapitän Mirko Lüdemann (9.) hatte Stephane Barin (21.) für den Vorrunden- Sechsten aus Krefeld ausgeglichen. Nach dem 3:1 der Kölner durch Shane Peacock (53.) gelang den Pinguinen nur noch der Anschlusstreffer durch das zwölfte Playoff-Tor von Brad Purdie (54.).

"Wir stecken nicht auf, das haben wir heute bewiesen. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und um jeden Millimeter Eis gekämpft", erklärte Bundestrainer Zach. Den ersten "Matchball" hätte sein Team "bravourös abgewehrt. In einem unglaublichen Eishockey- Spiel waren am Ende Kleinigkeiten entscheidend." Kölns Verteidiger Andreas Renz fügte hinzu: "Wir hatten einfach mehr Biss und mehr Drang nach vorn."

"Uns war klar, dass wir nicht jede Begegnung gewinnen würden, daher sind wir jetzt auch nicht niedergeschlagen. Wir liegen nicht am Boden", so Krefelds Coach Goring, der in den 80er Jahren als Spieler mit den New York Islanders vier Mal den Stanleycup gewann. Der 53- jährige Kanadier sieht dem vierten Duell gelassen entgegen. "Die Haie stehen unter Druck, die müssen ja gewinnen", behauptet Goring. Zach widersprach: "Wenn du 2:0 in einer Serie geführt hast, ist das vierte Spiel das Schwierigste. Im fünften stehen die Chancen wieder 50:50". Nur in einem Punkt sind sich beide Trainer einig: "Es wird ein hartes Spiel." Und Kölns Nationalspieler Renz ist sich sicher: "Krefeld wird sich ärgern, die geplante Meisterfeier wieder absagen zu müssen."

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×