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13.01.2003

20:45 Uhr

Zäher Handel

Dax startet mit Kursgewinnen in die Woche

Zum Wochenauftakt hat der Deutsche Aktienindex am Montag Kursgewinne verzeichnet. Bei eher geringen Umsätzen legte das Börsenbarometer bis Handelsschluss um 0,77 Prozent auf 3060,65 Punkte zu. Während der MDax um 0,59 Prozent auf 3124,94 Punkte gewann, zog der Nemax 50 am Neuen Markt um 2,45 Prozent auf 390,41 Punkte an.

HB/dpa FRANKFURT. Insgesamt sei der deutsche Aktienindex "zäh" in die Woche gegangen, sagte ein Aktienhändler. Das geringe Volumen habe sich erst etwas belebt, als die US-Indizes am Nachmittag in die Verlustzone geraten seien. Diese raubten dem Dax einen Teil seiner Gewinne, nachdem er zuvor zeitweise um fast 3 Prozent im Plus gelegen hatte.

Der Dow-Jones-Index der 30 führenden amerikanischen Industriewerte wechselte am Abend wieder in die Gewinnzone und legte zuletzt 0,4 Prozent auf 8817 Punkte zu. Der Nasdaq Composite steigerte sich unterdessen um 0,2 Prozent auf 1450 Punkte. Für den Euro-Stoxx 50 ging es um 0,35 Prozent auf 2497,61 Punkte hinauf.

Tagesgewinner wurden die Aktien des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care, die nach einer optimistischen Studie von Credit Suisse um 3,72 Prozent auf 42,39 Euro gewannen. Technologiewerte zeigten sich uneinheitlich. Die Papiere des Münchener Chipherstellers Infineon legten um 3,44 Prozent auf 8,12 Euro zu. Die Nachricht vom Ende der Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Mitbewerber Mosel Vitelic werde positiv aufgenommen, sagte der Händler. Hingegen büßten SAP-Aktien 2,18 Prozent auf 91,70 Euro ein.

Trotz einer kritischen Branchenstudie verteuerten sich die T- Aktien der Deutschen Telekom um 3,22 Prozent auf 13,79 Euro. Die Absicht, von Kunden ohne Einzugsermächtigung monatlich 1,20 Euro zusätzlich zu verlangen, werde vom Markt offenbar als zusätzliche Einkommensquelle für den hoch verschuldeten Konzern verstanden, sagte der Händler.

Deutlich gegen den Trend präsentierten sich hingegen die Aktien der Hypo-Vereinsbank. Die Papiere verloren 2,04 Prozent auf 15,38 Euro. Bereits am Freitag hatte der Kurs zeitweise unter Spekulationen gelitten, der österreichischen Tochter Bank Austria drohe eine Millionenstrafe der EU. Hingegen legten die Aktien der Deutschen Bank um 1,7 Prozent auf 45,36 Euro zu, während sich Commerzbank-Papiere um 2,04 Prozent auf 8,00 Euro verteuerten.

Belastet von einer kritischen Branchenstudie gab die Lufthansa - Aktie einen Tag vor der Fortsetzung der Tarifverhandlungen um 1,99 Prozent auf 9,37 Euro ab. Die im MDax gelisteten Fraport-Aktien verteuerten sich hingegen im elektronischen Handel um 9,18 Prozent auf 18,56 Euro, nachdem der britische Mitbewerber BAA von kräftig gestiegenen Passagierzahlen im Dezember berichtet hatte.

Auf der elektronischen Handelsplattform Xetra sackten die Papiere von Lion Bioscience um 11,08 Prozent auf 5,47 Euro ab. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Am anderen Ende des Kurszettels legten Balda um 11,55 Prozent auf 4,25 Euro zu.

Der Rentenmarkt zeigte sich zum Wochenauftakt schwach. Der REX verlor 0,19 Prozent auf 117,27 Punkte. Der Bund Future sank um 0,21 Prozent auf 113,01 Punkte. Die Umlaufrendite stieg von 3,94 (Freitag) auf 3,97 Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0549 (Freitag: 1,0503) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9480 (0,9521) Euro.

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